10. Klimapreis „Kleiner König Zukunft“ auf dem Umweltfest verliehen

Der 10. Potsdamer Klimapreis „Kleiner König Zukunft“ ist am Sonntag, den 19. September, von Oberbürgermeister Mike Schubert auf dem Umweltfest verliehen worden. Bereits zum dritten Mal fand die Preisverleihung auf der Hauptbühne des Potsdamer Umweltfestes im Volkspark statt. Im „Jubiläumsjahr“ wurde aufgrund des zehnjährigen Bestehens insgesamt zehn statt der bislang üblichen sechs Preise verliehen. Jeweils drei Preise in den beiden Kategorien „Schulen“ und „Bürgerschaft“ sowie Preise für vier weitere Bürgerprojekte.

Die sechs Erstplatzierten erhalten ein Preisgeld von 1.000 Euro sowie die Klimapreisskulptur „kleiner König Zukunft“ und eine Urkunde. Die vier weiteren Gewinnerinnen und Gewinner in der Kategorie Bürgerprojekte erhalten neben der Skulptur und einer Urkunde ein Preisgeld von jeweils 500 Euro.

Prämierten Projekte bei den Schulen

Die 5. und 6. Jahrgangsstufe der AWO-Grundschule Marie Juchacz, die das Wasser ihres Schuldachs in einem Tank sammelt und in Wassersäcken an den Bäumen auf und vor ihrem Schulgelände gezielt verteilt, um so die teilweise noch jungen Pflanzen gut zu pflegen.

Die Montessori-Oberschule Potsdam, die sich in diesem Jahr erneut um den Preis bewarb, konnte erneut mit einem hochengagierten und nachhaltigen Projekt zur Permakultur auf ihrem Jugendschulgelände am Schlänitzsee punkten. Diesmal bietet sie uns einen Lösungsansatz zur Klimakrise, indem sie dort eine sehr naturbezogene Kreislaufwirtschaft von Pflanzen, Tieren, Wasser und Erde betreibt.

Der Fröbel-Hort Sonnenschein konnte mit seinem Projekt „Lavendel, Linde, Löwenzahn – was fang ich damit an?“ überzeugen. Hier stand die (Wieder)Entdeckung der Pflanzen auf dem eigenen Pausenhof im Mittelpunkt. Während der Corona-Zeit konnten die Schülerinnen und Schüler lehrreiche und lohnende Erfahrungen mit diesem Pflanzen in Form von Tees, Gelees, aber auch Badesalzen sammeln.

Prämierte Projekte der Bürgerschaft

Bei den Bürgerinnen und Bürgern konnten die Jury vor allen Dingen Projekt überzeugen, bei denen Pflanzen im Mittelpunkt standen. Zum einen ist das die Austauschplattform www.buerger-beete.de von Joseph Ribbe. Hier wird in hervorragender Weise eine tolle Zusammenarbeit zwischen Stadt und Potsdamerinnen und Potsdamern realisiert. Auf der Plattform werden Interessierten Brachflächen angeboten, die durch das Grünflächenamt der Stadt so vorbereitet werden, dass im Anschluss dort Pflanzen eingesetzt und dann in Eigenregie gepflegt werden können.

Die „Essbaren Innenhöfe“ der StadtrandELFen in Kooperation mit der Sozialen Stadt bepflanzen in Drewitz die Innenhöfe der Mietshäuser mit Nutzpflanzen, die dann von den Bewohnerinnen und Bewohnern gepflegt und verzehrt werden.

Mit dem Projekt Kunst und Klima KuK! wurde ein umfassendes Kunstprojekt umgesetzt, dass Schülerinnen und Schüler der Internationalen Schule Potsdam für das Thema Müll sensibilisieren sollte, denn nach der Sammelaktion folgte das Gestalten mit diesen Materialien. Zum anderen wurde eine aufwendig gestaltete Weidenskulptur als bleibendes Resultat kreiert, die nun den Pausenhof ziert.

Zusatzpreise für weitere bürgerschaftliche Projekte

Folgende bürgerschaftlichen Projekte konnten die Jury für die Vergabe der diesjährigen Zusatzpreise überzeugen:  Die Familie Kulka, hat in einem denkmalgeschützten Gebäude, der heutigen Lindenapotheke in Babelsberg, eine klimagerechte, umfassende Sanierung auf sehr hohem Niveau realisiert. Otto Richter konnte mit seinem Konzept des „eventbike_zero“ punkten. Hierbei wird Veranstaltungstechnik, zum Beispiel für Versammlungen oder Demonstrationen klimafreundlich auf Lastenrädern transportiert. Einen ebenfalls vernetzenden Charakter hat das Projekt von Simon Jüngling, der mit seinem Umweltkalender für Potsdam (umweltkalender.de) eine Plattform geschaffen hat, auf der Potsdamer Veranstaltungen mit ausgewiesenem Umwelt-, Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsbezug gebündelt bekanntgegeben werden. Der „grüne“ Garten der Familie Butzmann konnte die Juroren ebenfalls überzeugen, denn hier wird in vorbildlicher Weise präsentiert, wie mit einfachen Mitteln, wie Wasserspeicher, Kompost und Gründächern sowie Pflanzenbeschilderung für interessierte „Zaungäste“ ein Garten nachhaltig gestaltet werden kann.

Mit dem Potsdamer Klimapreis werden die besten Ideen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung ausgezeichnet. Er wird von der Landeshauptstadt Potsdam, den Stadtwerken Potsdam, dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Verein Energie Forum Potsdam e. V. verliehen. Als Preise werden jeweils 1.000 Euro und die Statuette „kleiner König Zukunft“ der Brandenburger Künstlerin Solveig Karen Bolduan überreicht. Der Potsdamer Klimapreis wurde in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal vergeben.

Das Potsdamer Umweltfest im Volkspark Potsdam findet jährlich am vorletzten Septemberwochenende statt. Diesmal öffnete es bereits zum 12. Mal seine Tore und machte Umwelt- und Klimaschutz mit allen Sinnen erlebbar.

Mit Auflagen zum Schutz vor dem Corona-Virus stellten mit knapp 100 Akteuren aus der Region ihre Ideen und Projekte in den Bereichen Umwelt, Mobilität und Nachhaltigkeit vor.

Die Landeshauptstadt Potsdam informierte aus den Bereichen Umwelt und Natur sowie der Koordinierungsstelle Klimaschutz über ihre Arbeit.

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