116 Notebooks für das Lernen zu Hause

Mit Mitteln aus dem Digitalpakt II hat die Stadt Beelitz jetzt 116 weitere Computer für ihre Schulen anschaffen können. Die Geräte sind im Rathaus für die künftigen Nutzer eingerichtet worden, die ersten wurden heute übergeben. Genutzt werden sollen sie von Schülern, die über keinen eigenen internetfähigen Computer verfügen oder sich ein privates Gerät mit Geschwistern oder Eltern teilen müssen. Damit soll in Zeiten der Corona-Eindämmung das Lernen erleichtert werden.

Denn gerade jetzt, wo die Schulen nur im Notbetrieb laufen und die meisten Kinder und Jugendlichen von zu Hause aus arbeiten müssen, ist ein ungehinderter Zugriff auf digitale Kanäle wie die Schulcloud unerlässlich. Bereits im Spätsommer hatte die Stadt deshalb 50 Geräte aus eigenen Mitteln angeschafft und an die Oberschule und an das Gymnasium übergeben.

Dass nun auch Mittel aus dem Förderprogramm des Bundes nach Bewilligung durch das Land Brandenburg eingesetzt werden können, sei eine echte Hilfe für die Kinder, erläutert Bürgermeister Bernhard Knuth. „Für uns als Stadt und Schulträger ist es wichtig, dass alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Voraussetzungen bekommen, um auch aus der Ferne am Unterricht teilnehmen zu können. Die erneute Umstellung auf das Homeschooling ist für die Familien schon Herausforderung genug. Da hilft es sehr, wenn man sich nicht auch noch über die Anschaffung geeigneter Technik Gedanken machen muss – und darüber, wie man sie bezahlen kann.“

Bei den Geräten, welche von den beiden Grundschulen in Beelitz und Fichtenwalde sowie der Oberschule und dem Sally-Bein-Gymnasium an die Schülerinnen und Schüler als Leihgabe ausgegeben werden, handelt es sich um sogenannte „Convertible-Notebooks“, die sowohl als herkömmliches Notebook mit Tastatur als auch als Tablet mit Touchscreen genutzt werden können. Mit dem mitgelieferten Stift können auf dem Bildschirm auch handschriftliche Texte eingegeben werden, außerdem gibt es eine robuste Tasche dazu, um die Geräte besser zu schützen.

Die Beelitzer Schulen haben sich schon gut in die Arbeit mit den neuen Medien eingefuchst, so nutzen nicht nur die beiden weiterführenden Bildungseinrichtungen, sondern auch die beiden Grundschulen die Schulcloud, um hier im Klassenverband Aufgaben zu verteilen, zu bearbeiten und zur Kontrolle einzureichen. „Trotzdem fehlen uns die Kinder in der Schule“, heißt es in einem aktuellen Brief der Fichtenwalder Grundschule an die Eltern. „Experimentieren, Diskutieren und viele andere alltäglich Unterrichtsmethoden sind nicht möglich.“ Aber alle Lehrkräfte würden sich sehr bemühen, den Schülerinnen und Schülern Inhalte auf verschiedene Weise zu vermitteln und Aufgaben zu gestalten.

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