16-Jähriger erleidet lebensgefährliche Verletzungen durch Stromunfall

#Mannheim (ots)

Sonntagmorgen gegen 2:47 Uhr ist es am Hauptbahnhof Mannheim zu einem schweren Personenunfall gekommen.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen kletterte ein 16-Jähriger an einem Abstellgleis auf einen Oberleistungsmast, um auf einen danebenstehenden, abgestellten Zug zu gelangen. Hierbei näherte sich der Jugendliche der stromführenden Oberleitung und es kam zu einem Spannungsüberschlag der den jungen Mann schwer verletzte. Dieser Spannungsbogen verursachte einen lauten Knall, welcher die Gäste eines benachbarten Hotels und Passanten auf den Vorfall aufmerksam machte. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte leistete die 18-jährige Begleiterin des Verunfallten Erste Hilfe. Diese konnten den jungen Mann im Gleisbett feststellen und umgehend medizinisch erstversorgen. Anschließend wurde er in eine Ludwigshafener Klinik gebracht.

Warum der junge Mann auf den Oberleistungsmast kletterte, ist aktuell Gegenstand der Ermittlungen. Eine Mutprobe kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Aus aktuellem Anlass weist die Bundespolizei nochmals eindringlich auf die Gefährlichkeit dieses Handelns hin. Die Oberleitung hat eine Spannung von 15.000 Volt. Das entspricht dem 65-fachen einer haushaltsüblichen Steckdose. Nicht nur das Berühren der Oberleitung mit dem Körper oder mit Gegenständen aller Art, sondern schon die bloße Annäherung ist lebensgefährlich. Die Bundespolizei und auch die Deutsche Bahn AG weisen bereits seit Jahren gezielt durch Präventionsprogramme auf diese unsichtbare Gefahr hin.

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