2 Personen ins Eis eingebrochen

#Langenfeld (ots)

Am gestrigen Mittwoch wurde der Rettungsdienst gegen 23 Uhr telefonisch zu einem nicht alltäglichen Einsatz zum Angelsee an den Winkelsweg alarmiert. Dort sollten zwei Personen ins Eis eingebrochen sein. Vor Ort angekommen stellte die Besatzung des eingetroffenen Rettungswagens fest, dass zwei Personen die Eisfläche betreten hatten und ins Eis eingebrochen waren. Beide Personen hatten es bis ans Ufer geschafft, aber nur eine konnte die steile Böschung emporklettern und wartete an der Straße auf Hilfe. Er erklärte den Rettungskräften, dass die zweite Person noch am Angelsee am Ufer liegen würde. Die beiden Einsatzkräfte des Rettungsdienstes teilten sich daraufhin auf. Während einer den bereits Angetroffenen im Rettungswagen betreute, suchte die zweite Einsatzkraft die andere Person am Ufer. Nach kurzer Zeit fand der Kollege die Person am Ufer liegend vor. Zeitgleich wurden die Kräfte der hauptamtlichen Wache sowie ein weiterer Rettungswagen und der Notarzt nachalarmiert. Die am See liegende Person wurde von dem Mitarbeiter des Rettungsdienstes vor Ort so gut es ging in wärmende Decken eingehüllt, um eine weitere Auskühlung zu verhindern. Aufgrund der Steigung der Böschung und der Entkräftung des Patienten konnte dieser nicht selbständig zum zweiten RTW gehen. Aus diesem Grund wurde unmittelbar nach Eintreffen der hauptamtlichen Kräfte eine sogenannte Schleifkorbtrage zu dem zweiten Patienten gebracht. Nachdem er in weiter wärmende Decken eingehüllt war, wurde er in der Schleifkorbtrage fixiert und von Kräften der hauptamtlichen Wache die Böschung heraufgebracht. Nachdem die Einsatzkräfte den Winkelsweg erreicht hatten, wurde der Patient dem Rettungsdienst übergeben und nach einer kurzen Behandlung in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht. Die Person, die sich selbständig retten konnte, musste nicht in ein Krankenhaus gebracht werden. „Dieser Einsatz zeigt beispielhaft, wie gefährlich das Betreten von Eisflächen auch nach mehreren Frosttagen ist. Wir warnen dringend davor, Eisflächen zu betreten und die entsprechenden Warnschilder zu beachten. Es besteht Lebensgefahr“, warnt der Leiter der Feuerwehr, Wolfram Polheim.

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