20 Jahre Notfallseelsorge in Dahme-Spreewald

Die Notfallseelsorge im Landkreis Dahme-Spreewald besteht seit 20 Jahren. Dieses Jubiläum wurde am 15. September 2021 im kleinen Kreis in Lübben angemessen gefeiert. Landrat Stephan Loge sprach dem Team seinen höchsten Respekt und Dank aus. „Notfallseelsorger sind Hoffnungsschimmer in aussichtslosen Momenten. Sie sind da, wenn andere unendlich traurig, hilflos und innerlich leer sind. Sie reichen – oftmals völlig Fremden – die Hand und stehen ihnen in den schwersten Stunden, die das Leben bereithalten kann, bei“. Zusammen mit dem Ordnungsamtsdezernenten Stefan Klein überreichte der Landrat allen Ehrenamtlern Blumen, eine Dankeskarte und ein kleines Geschenk. „Die Tätigkeit als Seelsorger ist eine Berufung, sich für die Gemeinschaft einzubringen“, betont der Landrat.

Vor 20 Jahren ergriff Pfarrer Peter Sachse die Initiative und rief in den Landkreisen von Brandenburg die Notfallseelsorge ins Leben. Daneben organisierte und leitete er auch die Ausbildung. Seit der Gründung der Notfallseelsorge im Landkreis Dahme-Spreewald im Jahr 2001 haben dem Team insgesamt rund 20 Personen angehört. Sie bestehen aktuell aus 14 Mitgliedern, die alle aus unterschiedlichen Berufszweigen kommen (Pfarrer, Sachbearbeiter, Finanzamtsmitarbeiter, medizinisches Personal).

Pro Jahr betreuen die Notfallseelsorger ungefähr 65 Einsätze im Landkreis. Viele von ihnen finden im häuslichen Bereich statt. Oft sind dies plötzliche Todesfälle oder die Begleitung von Angehörigen bei Schicksalsschlägen. Jedoch gibt es immer auch Einsätze bei Verkehrsunfällen, wie beim Busunfall am Schönefelder Kreuz im Jahr 2010 oder während des Busunfalls auf der A 13 in diesem Jahr. Angefordert wird das Team von der Feuerwehr, der Polizei oder dem Rettungsdienst. Auch Teamleiter Thomas Köhler blickt auf ereignisreiche Jahre zurück: „Wir begegnen Menschen, die aus ihrer Mitte heraus sind. Wir verweilen auf Zeit und hoffen, dass wir die Menschen anders zurück lassen, als wir sie begegnet sind. Wir danken herzlich dem Landkreis für die jahrelange Unterstützung und Erwartung an uns.“

Eines der dienstältesten Mitglieder in der Regieeinheit ist Gottfried Kraatz. Er ist in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden und hat bislang das Team immer noch tatkräftig bei Einsätzen unterstützt. Im vergangenen Jahr beispielsweise hat er noch 357 Stunden aktiven Dienst geleistet. Herr Kraatz wird im gegenseitigen Einvernehmen und aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit nicht mehr ausüben. Landrat Stephan Loge bedankt sich für sein ganz besonderes Ehrenamt.

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