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213 Corona-Fälle in Potsdam-Mittelmark – Neue Informationen

Im Landkreis Potsdam-Mittelmark sind inzwischen 213 (+ 9 zum Vortag) Personen
erkrankt. Weiterhin sind die meisten Fälle im Raum Kleinmachnow, Teltow, Stahnsdorf
sowie Werder (Havel) und Michendorf zu verzeichnen. 31 (+0) der infizierten Personen
müssen bisher stationär (außerhalb von Potsdam-Mittelmark) betreut werden.
Die Zahl der Verstorbenen im Landkreis ist auf insgesamt neun Personen angestiegen,
es sind der Erkrankung 3 Menschen in Werder (Havel), 2 in Beelitz und Kloster Lehnin
sowie in Kleinmachnow und im Amt Brück/Mark erlegen.
Das Gesundheitsamt hatte nach dem Tod eines 80jährigen Bewohners an Corona aus dem
Seniorenpflegeheim „Haus am Zernsee“ veranlasst, dass die Bewohner und Mitarbeitenden
abgestrichen werden. Aktuell sind 16 Bewohner und 6 Mitarbeiterinnen positiv mit Covid-19
infiziert. Das Gesundheitsamt steht in engem Austausch mit der Heimleitung sowie den
dort betreuenden Hausärzten der Einrichtung in Werder (Havel).
Aktuell befinden sich 214 (Vortag: 231) Personen in (angeordneter) häuslicher
Quarantäne. Die Zahl der Verdachtsfälle ist angestiegen und beträgt 1.441 (1.098 Vortag)
Personen, davon wurden 211 (203 Vortag) negativ getestet und die restlichen befinden
sich noch in der Abklärung (413).

Die zur Verfügung stehenden Abstreichstellen befinden sich in
Bad Belzig, Praxis Schulze-Köhn, Niemegker Straße Str. 38 in Zusammenarbeit mit dem Ernst-vonBergmann Klinikum Bad Belzig,
Sprechzeit: Montag bis Freitag von 11:00-13:00 Uhr mit vorheriger Anmeldung unter 0170-9364233
Treuenbrietzen, Johanniter Krankenhaus Treuenbrietzen, Johanniterstraße 1,
Sprechzeit: Montag – Freitag 10:00 – 12:00 Uhr
Zusätzlich Montag und Mittwoch 14:00 – 16:00 Uhr
Samstag, Sonntag 9:00 – 10:00 Uhr
Kloster Lehnin, Krankenhaus Lehnin , Klosterkirchplatz 8a –
Sprechzeit: 9:00-12:00
Werder (Havel), Turnhalle des Ernst-Haeckel-Gymnasiums,
Kesselgrundstraße 62-68,
Sprechzeit: 08:00 -12:00 Uhr
Kleinmachnow, Ärztehaus August-Bebel-Platz 2
Arztpraxis Dr. med. Christine Marie Opdensteinen,
Abstreichstelle für Verdachtsfälle

Teltow verfügt seit dem 6.04.2020 über ein „Zentrum für Atemwegserkrankungen“. Die
Stadt Teltow stellt die Räumlichkeiten in der Berliner Straße 7 zur Verfügung, der Landkreis
sorgte für die erforderliche Schutzausrüstung.
Geöffnet – Mo, Mi und Fr. 9.00 – 11.00 Uhr; Die Patienten werden von den niedergelassenen
Hausarztpraxen dorthin verwiesen, es ist kein Besuch ohne Termin und Überweisung möglich.
Für den Bereich Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf ist die Abstreichstelle des Krankenhauses
Ludwigsfelde, Albert-Schweitzer-Str. 40-44, zuständig.
Sprechzeit: Mo. – Fr. 9:00 – 11:00 Uhr, 14:00 – 16:00 Uhr
Abstreichstelle in
Michendorf, Hausarztpraxis Drews, Neu-Langerwisch 28
14552 Michendorf mit vorher telefonische Anmeldung unter 033205-50404
Abstriche werden von Montag bis Freitag bei Erscheinen bis 11:00 Uhr gemacht
Grundsätzlich liegt die Verantwortung zur Einrichtung bei der Kassenärztlichen Vereinigung, der
Landkreis kann unterstützend wirken. Die Abnahme von Testen ist Aufgabe des ambulanten Bereichs.
Daher können sowohl Hausärzte als auch Kinderärzte den Test machen. Die Schwierigkeit besteht aber
hauptsächlich darin, dass die erforderliche Schutzausrüstung oft nicht oder nicht mehr zur Verfügung
steht. Die Auswertung wird von den Teststellen vorgenommen, da hier auch die Laborergebnisse
ankommen. Das Gesundheitsamt wird bei positiver Testung umgehend informiert. In der Regel dauert es
2 – 4 Tage bis die Testergebnisse vorliegen, je nach Belastung des Labors.
Welcher Personenkreis kommt für einen Abstrich in Frage:
Nach Rücksprache mit dem Hausarzt erfolgt eine Testung generell entsprechend der epidemiologischen
Falldefinition des Robert Koch Institutes das heißt:
*wer Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatte und Symptome hat,
*wer aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist und Symptome hat
*wer eindeutige für Corona typische Symptome zeigt und durch Entscheidung des Arztes getestet
werden muss
3. Allgemeine Informationen:
Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt und keine Symptome zeigt, sollte zu Hause bleiben. Bitte dies
ggf. auch dem Gesundheitsamt melden. Das Gesundheitsamt wird den Fall überprüfen und relevante
Bereiche abfragen. Dann kann auch eine häusliche Quarantäne angeordnet werden.
In Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion West wurden die Betreiber von Spargelhöfen in einem
Schreiben darauf aufmerksam gemacht, dass auch die ausländischen Erntehelfer die
Eindämmungsverordnung beachten müssen. Der Einsatzstab hat die landwirtschaftlichen Unternehmen
deshalb gebeten, Ihre Erntehelfer entsprechend zu schulen und auch alle anderen Maßnahmen und
hygienischen Standards in Zusammenhang mit dem Corona-Virus umzusetzen.
Bis zum Beginn der Osterferien wird der von regiobus PM organisierte ÖPNV nach dem normalen
Fahrplan ablaufen. Mit Beginn der Ferien tritt der Ferienfahrplan in Kraft. Im Anschluss wird der
Regelfahrplan im Busverkehr gewährleistet.
Die angekündigten Lieferungen von weiteren Schutzausrüstungen seitens des Bundes ist am 30.03.2020
sowie am 02.04.20 eingetroffen – der Bedarf ist jedoch weitaus größer. Unabhängig von diesen
Teillieferungen ist der Landkreis aktiv bei der Akquise von Schutzausrüstungen und Atemschutzmasken,
die eigenständig geordert werden. Der Landkreis verfügt über ausreichend Desinfektionsmittel, die
an Einrichtungen des Gesundheitswesens verteilt werden. Hier gab es eine entsprechende Abfrage
des Bedarfs. Inzwischen haben etliche Einrichtungen Ihren Bedarf gemeldet und wurden beliefert.
Mit weiteren Firmen in der Region bestehen Kontakte, um eine schnelle Lieferung oder eine eigene Produktion herbeizuführen. Der Landkreis hat eine große Anzahl von Angeboten erhalten, die nun
entschieden werden.
In der Telefonkonferenz des Landrates mit den Bürgermeistern und Amtsdirektoren am 3.04. kam
nochmals das Thema der in Eigeninitiative gefertigten Nase-Mund-Masken auf. Der Landrat bedankte
sich für die Unterstützung, denn inzwischen sind rund 400 genähte Masken im FTZ eingetroffen – und
fanden bereits dankbare Abnehmer. Am 4.04. nahm die 2. Vorsitzende des Hebammenverbandes
Brandenburg 50 Behelfsmasken vom Krisenstab im FTZ entgegen.
1. Der Aufruf des Landkreises, Masken zu nähen bzw. zu spenden, wird aufrechterhalten. Die Verteilung
soll dorthin erfolgen, wo der Bedarf dringend ist – das kann auch direkt in der Stadt oder Gemeinde sein,
wo die Masken angefertigt werden.
2. Der Bitte aus der Bevölkerung an den Landkreis, Material / Geld zur Verfügung zu stellen, muss der
Landkreis aus naheliegenden Gründen ablehnen; der Krisenstab und die Kreisverwaltung können dies
organisatorisch derzeit nicht leisten. Mit Frau Wiesner – der Freiwilligendienst-Koordinatorin des
Landkreises – steht eine Ansprechpartnerin zur Verfügung, die entsprechende Wünsche
entgegennehmen kann. Das trifft auch auf Sachspenden (z.B. Stoff) zu, die dem Landkreis angeboten
worden sind oder schon beim FTZ abgegeben wurden. Die Erreichbarkeit von Frau Wiesner dürfte
bekannt sein – E-Mail: freiwillig-pm@samev.de.
Es ist sinnvoll, die bestehende Infrastruktur in den Gemeinden und Städten zu nutzen – und nicht neue
einzurichten. Auf gemeindlicher Ebene gibt es schon viele gute Ansätze und Aufrufe, auf diese soll
verwiesen werden. Es wäre hilfreich, wenn Sie die Aktivitäten vor Ort weiter unterstützen würden.
3. Die Plattform HelpTo als Ergänzung der Corona-Hilfestellung. Die Plattform HelpTo
(https://www.helpto.de/14806-20) ist also eine willkommene Ergänzung und soll auch als Plattform zur
Verbreitung dienen – wir haben HelpTo bei der Unterstützung Geflüchteter bereits genutzt, die
Zusammenarbeit erfolgte unkompliziert.
Osterfeuer sind verboten, auch private im Familienrahmen sollten nicht stattfinden
In Potsdam-Mittelmark werden auch in diesem Jahr die Osterfeuer ausfallen. Grund ist diesmal nicht die
Trockenheit sondern die Corona-Pandemie. Dies ergibt sich schon allein aus der
Eindämmungsverordnung, die Menschenansammlungen über 2 Personen untersagt.
Ziel ist es in erster Linie auch weiterhin die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu vermeiden. Der
Gesundheitsschutz steht in diesem Jahr vor der Tradition. Auch Familienverbände sollten sich an diese
Regeln halten. In diesem Zusammenhang wird noch einmal darauf hingewiesen, dass zu den
anstehenden Osterfeiertagen die Einhaltung der Eindämmungsverordnung verstärkt durch die
kommunalen Ordnungsämter und die Polizei kontrolliert wird. Inzwischen sollten alle Bürgerinnen und
Bürger davon Kenntnis haben. Wer sich dem entzieht, muss mit einem Bußgeld oder empfindlichen
Strafen rechnen.
Link Bußgeldkatalog: https://bravors.brandenburg.de/br2/sixcms/media.php/76/Amtsblatt%2013S_20.pdf
Der Landrat hat die BürgermeisterInnen und Amtsdirektoren förmlich um Amtshilfe bei der
Kontrolle von Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung gebeten.
Am 30.03.2020 hat der stellvertretende Landrat, Christian Stein, eine weitere Allgemeinverfügung in Kraft
gesetzt. Diese betrifft das Verbot zur Betreuung von Kindern in Kindertagespflegen in eigenen Räumen
von Tagespflegepersonen (zu Hause) und anderen geeigneten angemieteten Räumlichkeiten. Sie ist auf
der Internetseite des Landkreises zu finden und regelt weitere Fälle der Notbetreuung. Eltern, die in
Laboren zur Lebensmittel-und /oder Wasseruntersuchung arbeiten oder in Gebäudereinigungsfirmen
beschäftigt sind, gehören zu dem Personenkreis kritische Infrastruktur.
Bei Bedarf kann der Landkreis jetzt Verwaltungspersonal der Bundeswehr zur Unterstützung abfordern.
U.a. könnte dieses Personal für Telefonabfragen oder andere Verwaltungstätigkeiten im Rahmen der
Corona-Krise eingesetzt werden. Eine Bedarfsmeldung wird vorbereitet.

4. Service der Kreisverwaltung
Das „Corona-Telefon“ unter 033841 91 111 des Landkreises wurde personell verstärkt, insgesamt stehen
nun 8 Kolleginnen und Kollegen für Fragen telefonisch zur Verfügung. Die Servicezeit wurde auch auf
das Wochenende von 9-15 Uhr ausgedehnt. Auch über die Feiertage wird der Service verfügbar sein.
Stets aktuell ist die interaktive Karte zum Geschehen auf der Website www.potsdam-mittelmark.de
Das Gesundheitsamt setzt die Schuleingangsuntersuchungen derzeit aus.
Für Gewerbetreibende sind inzwischen umfangreiche Hilfestellungen kommuniziert worden, daher
verweist die Wirtschaftsförderung des Landkreises Potsdam-Mittelmark auf diese Angebote unter
www.potsdam-mittelmark.de oder Webseite der TGZ PM GmbH:
http://www.wirtschaft.pm/wirtschaftsforumpm/informationen-corona-und-unternehmen
Am 26.03. hat der Landkreis an Firmen und Unternehmen appelliert, das Corona-Virus nicht zu ignorieren
und entsprechende Maßnahmen in Ihren Unternehmen zu veranlassen. Leider haben sich vermehrt
besorgte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Landkreis darüber beschwert, dass etliche Firmen und
Unternehmen in Bezug auf das Corona-Virus grob fahrlässig handeln.
Die angebotene Email-Terminvereinbarung in der Zulassungsstelle, Fahrerlaubnisbehörde sowie
Ausländerbehörde wurde gut angenommen. Es ist jedoch zu beachten, dass aufgrund der
Einschränkungen nur dringende Angelegenheiten erledigt werden können, z. B. bei Verlust von KfzKennzeichen oder der amtlichen Papiere.
Das Jugendamt teilt ergänzend mit, dass es Terminvereinbarungen telefonisch für die Standorte gibt:
Standorte Bad Belzig und Brandenburg- 033841 91 490, für den Standort Teltow 03328 318 242 und für
den Standort Werder 03327 739 367. Jagdbehörde und Fischereibehörde sind ebenfalls nur
eingeschränkt zu erreichen, siehe Homepage.
Trotz Covid-19 – Das Gesundheitsamt weist auf Legionellenproblematik hin
Durch die Schließung vieler öffentlicher, gewerblicher sowie privater Einrichtungen wie bspw.
Kindertagesstätten, Schulen, Hotels, Sportstätten, Restaurants etc. ist der bestimmungsgemäße Betrieb
von Trinkwasser-Installationen nicht mehr gewährleistet. Zwar ist Covid-19 nicht über das Trinkwasser
übertragbar, jedoch kann die Stagnation des Trinkwassers in den Leitungen zur mikrobiologischen
Aufkeimung des Wassers mit Legionellen oder auch anderen pathogenen Keimen führen. Um dies zu
verhindern sind entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Eine Möglichkeit ist die Aufrechterhaltung des
bestimmungsgemäßen Betriebs durch geeignete Spülmaßnahmen der Kalt- und Warmwasserleitungen
(das Wasser in den Leitungen muss spätestens alle 72 Stunden komplett ausgetauscht werden). Eine
andere Möglichkeit ist die vorübergehende Stilllegung der Trinkwasser-Installation (siehe Information
DVGW). Wie genau die mikrobiologische Belastung in den Trinkwasser-Installationen verhindert wird,
liegt in der Verantwortung des Unternehmers und sonstigen Inhabers der Trinkwasser-Installationen.
Detaillierte Informationen und Hinweise entnehmen Sie bitte folgender Fachliteratur.
• Deutsche Verein der qualifizierten Sachverständigen für Trinkwasserhygiene –DVQST e.V.

Klicke, um auf fach-publikation-01-2020-_-fachg.-ausserbetriebn.twisportstaetten-200325.pdf zuzugreifen


• Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. – DVGW

Klicke, um auf dvgw-information-trinkwasser-installation-coronavirus.pdf zuzugreifen


Weitere Informationsquellen bestehen unter www.corona.brandenburg.de und der neuen Hotline 0331
866 5050; diese hat das Land Brandenburg gestartet und ab sofort zeitlich ausgeweitet.

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