30 Jahre Brandenburger Tafelsilber – Festveranstaltung und Diskussion zum Jubiläum des Nationalparkprogramms in Chroin

Potsdam – Vor 30 Jahren – am 12. September 1990 – wurden mit dem Beschluss in der letzten Sitzung des DDR-Ministerrats zum Nationalparkprogramm für den Osten Deutschlands fünf Nationalparks, sechs Biosphärenreservate sowie drei Naturparks festgesetzt. Auf dem Gebiet des heutigen Brandenburg waren das der Naturpark Märkische Schweiz und die Biosphärenreservate Spreewald und Schorfheide-Chorin, in dem die Festveranstaltung am kommenden Samstag stattfindet. „Die prägende Idee, in großräumigen Schutzgebieten Naturschutz und Landnutzung ineinander zu integrieren, hat danach deutschlandweit Fuß gefasst“, so Umweltminister Axel Vogel.

In Brandenburg wurde aus dem „Tafelsilber der deutschen Einheit“, wie der frühere Umweltminister Klaus Töpfer die Großschutzgebiete auf dem Gebiet der ehemaligen DDR nannte, ein Schatz mit Erfolgsgeschichte(n): Zum Brandenburger „Besteck“ gehören heute 15 Nationale Naturlandschaften: der Nationalpark Unteres Odertal, drei Biosphärenreservate und elf Naturparks.

Auf der Festveranstaltung wirft Umweltminister Axel Vogel, der selbst an der Entwicklung des Großschutzgebietssystem beteiligt und unter anderem auch Aufbauleiter des Nationalparks Unteres Odertal war, im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin mit Gästen und Mitstreitern mit einem Blick zurück auch einen Ausblick in die Zukunft der Großschutzgebiete.

Axel Vogel: „Unser Nationalpark Unteres Odertal wurde mit dem Nationalparkprogramm 1990 zudem einstweilig gesichert, das Errichtungsgesetz aber erst 1995 verabschiedet, so dass wir erst in diesem Jahr sein 25. Gründungsjubiläum begehen können. Er ist in doppelter Hinsicht ein Unikat – Brandenburgs einziger Nationalpark und deutschlandweit der einzige Flussauen-Nationalpark. In unseren drei von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservaten und in unseren elf Naturparks stellen wir uns dem Anspruch, Landnutzungen mit dem Schutz intakter Natur- und Kulturlandschaften so zu verbinden, dass sie als Modell für eine nachhaltige Entwicklung für andere Regionen dienen können.“

Termin: Sonntag, 13. September
Zeit: 11:00 Uhr
Ort: Kloster Chorin
Amt Chorin 11a
16230 Chorin
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