30 Jahre LSTE – Festakt mit Ministerpräsident und Innenminister

Eisenhüttenstadt – Die Landesschule und Technische Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz hat ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Am Standort Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) fand am Vormittag ein Festakt mit mehr als 150 Gästen statt – unter ihnen Ministerpräsident Dietmar Woidke und Innenminister Michael Stübgen.

Ministerpräsident Woidke: „Herzlichen Glückwunsch der LSTE zum Jubiläum, das in eine krisenhafte Zeit fällt. Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, Coronavirus und Schweinepest zeigen uns, dass wir stets auf Gefahren und Krisen vorbereitet sein müssen. Die Landesschule und Technische Einrichtung sorgt für gute Ausbildung, berät die Einsatzleitungen, ist Verbindungstelle zum Krisenzentrum des Landes und sie verfügt mit dem zentralen Katastrophenschutz-Lager über wichtige Einsatzmittel zur Bekämpfung von Hochwassern oder Waldbränden. Die LSTE ist seit 30 Jahren ein Garant dafür, dass unsere Feuerwehrleute in jeder Lage bestens gerüstet sind. Dafür der Dank der Landesregierung.“

Innenminister Stübgen: „Mit der LSTE verfügt das Land Brandenburg über einen hochgeschätzten, leistungsfähigen und serviceorientierten Dienstleister im Brand- und Katastrophenschutz. Für das Land, die Landkreise und die Kommunen ist sie in Sachen Aus- und Fortbildung, technischer Betreuung und Ressourcenmanagement unverzichtbar geworden. Die LSTE ist nicht nur eine zentrale Werkstatt, ein Materiallager und eine Bildungseinrichtung – sie ist Aktivposten im Kampf gegen Krisen und Katastrophen. Und diesen Aktivposten wollen wir weiter stärken: Aus diesem Grund arbeiten wir daran, einen zweiten dauerhaften Ausbildungsstandort neben Eisenhüttenstadt zu schaffen.“

Moderiert wurde der Festakt von Heinz Rudolph, der die Landesschule seit 2015 leitet. Die Entwicklung der LSTE von ihrer Gründung bis in die Gegenwart wurde in Gesprächen mit ehemaligen Führungskräften und Beschäftigten genauso lebendig wie in kurzen Filmen, die bis zu den Anfängen staatlicher Feuerwehrausbildung in der Region zurückreichten.

 

Hintergrund

 

Die Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt wurde 1991 gegründet und sieben Jahre später mit der Landesprüfstelle für Feuerwehrtechnik in Borkheide und dem Katastrophenschutzlager zur Landesschule und Technischen Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz zusammengeführt.

Der Standort Eisenhüttenstadt verfügt auf 12 Hektar Fläche über moderne Ausbildungseinrichtungen wie eine Übungshalle, ein Bahnübungsgelände, ein Autobahnteilstück, einen Übungsturm und ein Brandübungshaus. Am Standort der Technischen Einrichtung in Borkheide werden Aufgaben wie die technische Abnahme von Neufahrzeugen des Brand- und Katastrophenschutzes sowie des Rettungsdienstes, die Erstellung von Gutachten und die funktions- und sicherheitstechnische Prüfung der Technik der Feuerwehren beim Aufgabenträger vor Ort erfüllt. Im zentralen Katastrophenschutzlager in Beeskow (Landkreis Oder-Spree) werden diverse Geräte und Materialen zur Bewältigung von Großschadensereignissen und Katastrophen vorgehalten.

Insgesamt sind derzeit 109 Frauen und Männer an den Standorten der LSTE beschäftigt.

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