30 Jahre mit Fachwissen und Vollzug für Mensch und Umwelt: Minister Vogel gratuliert zum Jubiläum des Landesamts für Umwelt

Potsdam – Genehmigungen, Großschutzgebiete und geschützte Arten, Wasserqualität und Klimaschutz, Deiche und Deponien: Das am 27. August 1991 per Errichtungserlass gegründete Landesumweltamt ist als wissenschaftlich-technische Fach- und Vollzugsbehörde eine der größten nachgeordneten Einrichtungen des Landes Brandenburg. Umwelt- und Klimaschutzminister Axel Vogel hat anlässlich des 30. Gründungstages der Behörde den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit ihrem Präsidenten Dirk Ilgenstein für ihren Einsatz gedankt. Vogel, der nach seiner Tätigkeit als Direktor der Landesanstalt für Großschutzgebiete von 2004 bis 2009 die Abteilung für Ökologie, Naturschutz und Wasser im Landesumweltamt leitete, freut sich auf die Jubiläumsveranstaltung, die aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2022 stattfinden soll.

 

In seinem Schreiben an die Beschäftigten wirft Axel Vogel einen Blick zurück auf die Entstehungszeit und würdigt damit den Pioniergeist und die Aufbauleistungen der Beschäftigten in den Wendejahren: „In den vierzig Jahren ihres Bestehens wurde in der DDR dem Natur- und Umweltschutz keine besondere Bedeutung zugemessen. So gab es 1990 auch keine Verwaltungen, die die nötige Kompetenz und Durchsetzungskraft hatten, um wirksam für den Natur- und Umweltschutz und damit zugleich für den Schutz der Menschen eintreten zu können. Viele international geltende Regeln und Standards galten bis zur Vereinigung hierzulande nicht oder wurden nicht umgesetzt. Vor diesem Hintergrund betrat auch das Land Brandenburg 1990 Neuland im staatlichen Umweltschutz und gründete mit der Bildung der ersten Landesregierung zunächst ein Umweltministerium und 1991 das Landesumweltamt.“

Engagierte Umwelt- und Naturschützerinnen und -schützer aus den drei DDR-Bezirken Frankfurt (Oder), Cottbus und Potsdam, von denen viele in einer Diaspora gelebt hatten, hätten im Amt nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern eine Art neue Heimat gefunden. „Andere kamen aus Berlin West und Ost. Und wieder andere – so wie ich – wechselten in der Aufbruchstimmung der Nachwendezeit aus den alten Bundesländern nach Brandenburg“, so der heutige Umweltminister Vogel.

Politik setze zwar immer die Rahmenbedingungen, aber es seien die gut ausgebildeten Fachleute aus dem Landesamt für Umwelt, die für den Hochwasserschutz sorgten, Deponien untersuchten, gefährdete Arten und Wasser schützten sowie Umweltdaten für die Politik bereitstellten. „Das Landesamt für Umwelt wurde – wie auch die aktuell breit diskutierte Ansiedlung von Tesla zeigt – die wichtigste Genehmigungsbehörde in Brandenburg, deren technisches Personal für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Brandenburg und damit für Arbeit und Einkommen der Menschen im Land unschätzbare Arbeit leistet“, so Vogel. In Zusammenarbeit mit den Landkreisen und Städten wacht des Landesamt für Umwelt über die Einhaltung der Umweltstandards.

In seinen drei Jahrzehnten hatte das Amt einige Umstrukturierungen zu bestehen, was sich nicht nur an den geänderten Bezeichnungen – Landesumweltamt, Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz sowie Landesamt für Umwelt – ablesen lässt. Im 1991 mit zehn Abteilungen und 67 Referaten gestarteten Landesamt arbeiten heute 890 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sechs Abteilungen und 36 Referaten in den Bereichen, Technischer Umweltschutz, Wasserwirtschaft, Naturschutz/Naturlandschaften sowie Service. Der amtierende Präsident Dirk Ilgenstein folgte 2015 auf Prof. Matthias Freude, der 1995 den ersten Präsidenten Dr. Walter Haase ablöste.

Wie die Gesellschaft und die Politik stehe auch das Landesamt für Umwelt vor den großen Herausforderungen unserer Zeit: dem Klimawandel und den damit einhergehenden Veränderungen in vielen Wirtschaftszweigen, den Veränderungen durch Globalisierung und Demografie, dem Erhalt der Artenvielfalt und dem Ausbau der Infrastruktur. Dafür wurden nun beispielsweise die Bereiche Genehmigungen, Wasser und Großschutzgebiete auch personell gestärkt. „Ich wünsche uns für die kommenden Aufgaben viel Kraft, Gemeinsamkeit und Gesundheit sowie das notwendige Durchhaltevermögen“, so Minister Axel Vogel.

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