5 Jahre Städtepartnerschaft Potsdam-Sansibar

Potsdamer Delegation zu Besuch in der afrikanischen Partnerstadt, Festakt am Mittwoch

Seit 5 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Potsdam und der Stadt Sansibar – um das Jubiläum zu feiern, ist in dieser Woche eine Delegation rund um den Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Pete Heuer in der afrikanischen Partnerstadt. Eine Woche lang, vom 27. Juni bis zum 2. Juli, ist ein umfangreiches Programm geplant, welches vielfältige Möglichkeiten zum gegenseitigen Austausch vorsieht und die Zusammenarbeit beider Städte bei den gemeinsamen Projekten vertieft.

Seitens der Landeshauptstadt Potsdam wird Pete Heuer begleitet von der Leiterin der Koordinierungsstelle Klimaschutz, Cordine Lippert, sowie der für Städtepartnerschaften und Internationale Beziehungen zuständigen Mitarbeiterin, Isabell Sommer. Auch Kilian Kindelberger, Geschäftsführer der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft e.V. (BBAG) wird mit nach Sansibar reisen. Die BBAG hat maßgeblich die Städtepartnerschaft zwischen Potsdam und Sansibar initiiert und aufgebaut und betreut diese seitdem intensiv.

Im Rahmen der seit 2014 bestehenden Klimapartnerschaft zwischen Potsdam und Sansibar konnten bereits zwei große Nakopa-Projekte (Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte) umgesetzt werden. Beide, der Mnazi Mmoja Ground sowie die Siedlung Kikwajuni und der Botanische Garten, werden Teil des Programms sein. Zudem soll vor Ort der Antrag für ein drittes Projekt sowie der Einsatz eines Experten vor Ort vorbereitet werden.

Eine neue Kooperation wird es zwischen dem Naturkundemuseum Potsdam und dem Naturhistorischen Museum in Sansibar geben. Von einem Teil der Spendengelder der Schauspielerin Gerit Kling konnte vor einiger Zeit bereits eine Kühltruhe für die Präparate des sansibarischen Museums beschafft werden. Nun ist Christian Blumenstein, Präparator des Potsdamer Naturkundemuseums mit nach Sansibar gereist, um das Museum vor Ort zu unterstützen.

Auch gemeinsame Bildungsprojekte, wie ein Workshop in der Secondary School in Mwera, ein Besuch mit anschließender Diskussionsrunde in der Mwembeladu Secondary School, sowie Gespräche zu dem Bildungspartnerschafts-Projekt zwischen dem Ausbildungsverbund Teltow und der Vocational Training Authority, stehen auf dem Besuchsprogramm. Das Potsdamer Humboldt-Gymnasium pflegt bereits seit einiger Zeit eine Schulpartnerschaft mit der Mwembeladu Secondary School. Schülerin Paola Marczinski ist Teil der Delegation, um die Partnerschule kennenzulernen und das Umweltteam „HuGhaS“ ihrer Schule zu vertreten.

Eine weitere Schulpartnerschaft soll zwischen der Secondary School in Mwera und dem Potsdamer Hannah-Arendt-Gymnasium entstehen. Lehrerin Sörine Selle nimmt daher vor Ort am Workshop teil, um die potenzielle Partnerschule kennenzulernen. Dabei ist ebenfalls die Potsdamer Stadtverordnete Sabine Becker, die besonders am Thema Bildungsaustausch interessiert ist und die Projekte kennenlernen möchte.

Die Kooperation zwischen dem Ausbildungsverbund Teltow und der Vocational Training Authority Sansibar ist besonders für Martina Löffler und Thilo Türke interessant. Löffler betreibt ein Unternehmen und hat schon viel mit Sansibar zusammengearbeitet. Thilo Türke leitet ein Architekturbüro. Beide sind ebenfalls mit nach Sansibar gereist, um ein Pilotprojekt zur Produktion von Massivholzhäusern im eigenen Land zu initiieren. Ziel ist es, damit auch junge Menschen in den verschiedenen Handwerksgewerken anzulernen und somit Bildung und Städtebau zu vereinen.

Neben all den Terminen zum Aufbau und zur Intensivierung der vielfältigen Kooperationen, soll natürlich auch Zeit sein, das 5-jährige Städtepartnerschaftsjubiläum zu feiern. Dafür wird es am Mittwoch, 29. Juni, eine Festveranstaltung geben, an der neben dem sansibarischen Oberbürgermeister Ali Haji Haji und der Potsdamer Delegation um Pete Heuer auch alle Partner, Wegbegleiter und Freunde der Städtepartnerschaft sowie der Klimapartnerschaft teilnehmen sollen.

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