50.000 Euro für uckermärkisches Wahrzeichen: Land unterstützt Bau des Flügelkreuzes der Greiffenberger Mühle

Ministerpräsident Dietmar Woidke und Wirtschaftsminister Jörg Steinbach stellen je 25.000 Euro Lottomittel für den Bau des Flügelkreuzes der restaurierten Holländer-Mühle im Angermünder Ortsteil Greiffenberg (Landkreis Uckermark) bereit.

Mit der Förderung unterstützen Staatskanzlei und Wirtschaftsministerium den Verein zur Förderung von Landwirtschaft, Handwerk und Kultur e.V., der den Wiederaufbau der Greiffenberger Mühle seit dem Jahr 1994 vorantreibt. Bereits im Jahr 2013 hatte das Land dem Verein 10.000 Euro für die Schaffung eines Mehrzweckraumes im Erdgeschoss der Mühle bereitgestellt. Im Jahr 2018 war Ministerpräsident Woidke beim ersten Mahlgang nach mehr als 70 Jahren dabei.

Woidke: „Ich freue mich, dass wir den Förderverein jetzt noch einmal mit einem größeren Betrag unterstützen und damit die weitere Restaurierung der historischen Mühle ermöglichen können. Die Uckermark hat mit dem schon weitgehend wieder hergestellten Mühlengebäude ein echtes Wahrzeichen zurückerhalten, das Einheimische und Gäste, Technikliebhaber und Hobbyfotografen gleichermaßen begeistert und beeindruckt. Darüber hinaus steht die Mühle für ein ganz besonderes Engagement vieler Greiffenberger für ihre Heimat. Der Förderverein für den Wiederaufbau der Mühle hat unsere erneute Unterstützung mit seinem jahrelangen Engagement mehr als verdient. Er hat nicht nur das Wahrzeichen wiederhergestellt, sondern zugleich einen Ort der Begegnung und Kultur geschaffen.“

Die Mühle – ein sogenannter Achtkant-Erdholländer – war 1830 gebaut worden. Sie war mehr als 100 Jahre lang als Getreidemühle in Betrieb. Als im Ort eine Industriemühle ihren Betrieb aufnahm, wurde die historische Mühle unrentabel und stillgelegt. Während der Zweiten Weltkrieges und in den Jahrzehnten danach zerfiel die Mühle zusehends. 1994 gründete sich der Verein zum Wiederaufbau des einstigen Greiffenberger Wahrzeichens. Heute gehören dem Verein 45 Mitstreiter an. Im Jahr 2016 konnte der Motor wieder in Betrieb genommen werden. 2018 folgte der erste offizielle Mahlgang. In den kommenden Monaten wird mit der Errichtung des Flügelkreuzes die Voraussetzung dafür geschaffen, dass sich in Zukunft auch wieder Flügelruten im Wind drehen können. Für die Flügelruten benötigt der Verein noch einmal rund 120.000 Euro, die unter anderem über Spenden zusammenkommen sollen. Insgesamt kostet die Restaurierung der Mühle mehr als 500.000 Euro. Weitere Informationen: https://www.muehle-greiffenberg.de/

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