Afrikanische Schweinepest: Insgesamt 20 Fälle vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt

Fundorte liegen alle im Kerngebiet – Seit heute unterstützen Hundestaffeln die Fallwildsuche

Das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut hat heute bei sieben weiteren Wildschweinen den amtlichen Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt. Der Erreger wurde in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Damit steigt die Gesamtzahl auf 20 bestätigte ASP-Fälle im Land Brandenburg. Alle 20 infizierten Wildschweine wurden innerhalb des Kerngebiets gefunden, zehn bei Schenkendöbern im Landkreis Spree-Neiße und zehn nahe Neuzelle im Landkreis Oder-Spree. Seit dem heutigen Montag sind in beiden Landkreisen auch Suchhundestaffeln aus Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz bei der Fallwildsuche im Einsatz. Die speziell ausgebildeten Kadaversuchhunde sind darauf trainiert, in freier Suche totes Schwarzwild aufzuspüren. Die Suchhunde gehen aber nicht an einen Kadaver, damit er oder auch die Hundeführer das Virus nicht weitertragen.

Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher: „Die Fallwildsuche ist das Gebot der Stunde. Wir müssen jetzt schnell gezielt und systematisch das gefährdete Gebiet nach Kadavern absuchen, um Informationen über das Ausmaß des Seuchengeschehens zu gewinnen. Ich danke allen, die auch am Wochenende mit Hochdruck vor Ort Fallwild gesucht haben, für ihren unermüdlichen Einsatz. Wenn wir diese Tierseuche in den Griff bekommen wollen, ist es entscheidend, dass alle die angeordneten Maßnahmen diszipliniert beachten und umsetzen.“

Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest. Die Tierseuche ist für den Menschen ungefährlich.

Info-Telefone zur Afrikanischen Schweinepest

Land Brandenburg: 0331 866-5666 (Mo-Fr: 9-13 Uhr)

Landkreis Spree-Neiße: 03562 986 10044 (Mo-Do: 8-16, Fr: 8-12 Uhr)

Landkreis Oder-Spree: 03366 35-2035 (Mo-So: 8-16 Uhr)

Landkreis Dahme-Spreewald: 03546 20-1588 (Mo-Fr: 8-16 Uhr)

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