Altlandsberg Einweihung Schlossterrasse

Bauminister Guido Beermann hat heute in Altlandsberg am Rande eines Treffens der Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg Projekte auf dem Schlossgut Altlandsberg eingeweiht. Die Schlossterrassen, der Schlosshof, der Schlossplatz sowie die Terrassenmauer wurden auf der Grundlage historischer Befunde neu errichtet. Bund und Land haben rund zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Bauminister Guido Beermann: „Die Sanierung in Altlandsberg ist gut vorangekommen. Seit fast zehn Jahren arbeiten engagierte Akteure an einer nachhaltigen ganzheitlichen Nutzung des Schlossviertels. Es wurde und wird zu einem Tagungs- und Veranstaltungsort mit überregionaler Bedeutung entwickelt. Grundlage dafür ist ein Nutzungskonzept, an dem sich viele Bürgerinnen und Bürger beteiligt haben. Für ihr Engagement wurden sie beim Innenstadtwettbewerb 2014 ausgezeichnet. Inzwischen ist das Brau- und Brennhaus eröffnet und die Schlosskirche als kulturelles Herzstück des Schlossgutes hat einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt. Ich freue mich, dass heute weitere Bausteine eingeweiht werden können und damit die Attraktivität des Areals weiter steigt und zum Besuch einlädt.“

Die Gesamtkosten für die Vorhaben Schlossterrasse, Schlosshof, Schlossplatz, Terrassenmauer mit Balustrade betragen rund 2,7 Millionen Euro, wovon 2,1 Millionen Euro von Bund und Land gefördert werden. Die Stadt beteiligt sich mit 540.000 Euro.

Das Schlossviertel Altlandsberg ist das letzte innerstädtische Areal, das nach erfolgreicher Sanierung der historischen Altstadt im Rahmen eines ganzheitlich ausgerichteten Konzepts entwickelt wird. Das Brau- und Brennhaus bildet gemeinsam mit der Schlosskirche und dem Gutshaus eine Einheit. Für die Sanierung der Altlandsberger Schlosskirche wurden bereits Fördermittel von Bund und Land aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro bereitgestellt.

Der Wiederaufbau der Orangerie und des Lustgartens befinden sich gerade in der Durchführung. In der neuen Orangerie werden Veranstaltungsräume, Künstlergarderoben sowie öffentlich zugängliche barrierefreie Sanitärräume zur Verfügung stehen. Das Projekt wird mit knapp zwei Millionen Euro aus dem Förderprogramm für ländliche Entwicklung gefördert. Die Sanierung weiterer Stallgebäude und die Ansiedlung eines Hotels sind noch geplant.

Hintergrundinformation: Schlosskirche ohne Schloss

Altlandsberg besaß ursprünglich ein durch Otto von Schwerin ab 1657 erbautes Schloss, das für Brandenburgs König Friedrich I., der es dann 1708 kaufte, auch als Sommerresidenz diente. Am 12. Juni 1757 brannten das Schloss und Kirche ab. Vom Schloss sind davon nur noch wenige Reste erhalten. Die nun ehemalige Schlosskirche wurde hingegen ab 1768 unter Verwendung von Teilen des abgebrannten Schlosses erbaut. Sichtbarster Beleg ist der Einbau von drei Schlossportalen für den Kirchenbau. Die erstmals 1671 geweihte Kirche gilt als eines der wenigen Zeugnisse des Barock in der Region. Seit 1971 fanden in dem Gebäude keine Gottesdienste mehr statt. Bereits ab Anfang der Achtzigerjahre folgten Reparaturarbeiten und Umnutzung durch eine Kunstglaserei. Seit der Übernahme des als Baudenkmal ausgewiesenen Gebäudes 2008 durch Altlandsberg haben die Stadt und ein eigens gegründeter Förderverein die Verantwortung für die Entwicklung des Areals übernommen.

%d Bloggern gefällt das: