Arbeiten am Bauprojekt für Rad- und Fußwegbrücke über den Großen Zernsee gehen voran

Bereits im Februar dieses Jahres begannen die Vorbereitungen für den Bau der neuen Fuß- und Radwegbrücke über den Großen Zernsee zwischen Potsdam und Werder. Der Teilabriss des Bestandswiderlagers der alten DB-Brücke ist inzwischen erfolgt. Zurzeit wird die Gründung, das heißt der Übergang zwischen Bauwerk und Boden, für die Unterbauten der neuen Brücke hergestellt, die danach eingebaut werden.

Kerstin Hoppe, Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee, Manuela Saß, Bürgermeisterin der Stadt Werder (Havel), und Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam, haben heute die Baustelle besucht, um sich einen Überblick über den Stand des gemeinsamen Bauprojekts zu verschaffen.

Potsdams Baubeigeordneter Rubelt sagt: „Der Ausbau dieser regionalen Wegeverbindung ist Bestandteil der Fortschreibung des Radverkehrskonzepts der Landeshauptstadt Potsdam und ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit und Lenkung der Fußgänger- und Radverkehre zu verbessern. Die Alltagsverkehre werden attraktiver, außerdem wird sich die neue Brücke auch positiv auf den Freizeit‐ und Tourismusradverkehr zwischen Potsdam, Schwielowsee und Werder auswirken.“

„Schon der provisorische Gangsteg ist von Radfahrenden und Fußgängern gut frequentiert worden. Mit der neuen Brücke wird der Weg für die Nutzer deutlich komfortabler und durch die Aussichtspunkte auch schöner werden. Der Umweltverbund am Stadtbahnhof Werder (Havel) wird gestärkt. Mit einem Schnellradweg nach Potsdam wird sich der Nutzwert der neuen Brücke noch einmal deutlich erhöhen. Die Wortmeldungen beim Beteiligungsverfahren für das Leuchtturmprojekt ,Radschnellverbindungen Südwest‘ haben gezeigt, dass dafür erheblicher Bedarf besteht“, so Werders Bürgermeisterin Saß.

Schwielowsees Bürgermeisterin Hoppe ergänzt: „Bereits seit vielen Jahren arbeiten die beteiligten Projektpartner eng zusammen, um gemeinsame Ansätze für die Verkehrsentwicklung in der Region zu erarbeiten. Dabei ist es besonders wichtig, attraktive Angebote für Berufspendler aber auch für Touristen zu schaffen und zur Verfügung zu stellen, um Alternativen zur Nutzung des Autos zu bieten. Die Fuß- und Radwegbrücke über den Zernsee ist dabei ein wichtiger Baustein.“

Die Rad- und Fußwegbrücke über den Großen Zernsee ist ein gemeinsames Projekt der

Landeshauptstadt, der Stadt Werder (Havel) und der Gemeinde Schwielowsee. Die neue

Brücke wird parallel und südlich zur vorhanden Brücke der Deutschen Bahn AG verlaufen. Sie wird den viel zu schmalen Gangsteg auf der Bahnbrücke ersetzen. Die Treppentürme wird es zukünftig nicht mehr geben. Die Brücke wird als leichte Stahlkonstruktion aus einem dreifeldrigen Stahlüberbau mit einer Gesamtstutzweite von 110 Metern bestehen. Es ist geplant, die Geh- und Radwege zur Brücke im Zweirichtungsverkehr in drei Metern Breite mit Beleuchtung auszubauen. Durch möglichst geringe Längsneigungen und Zwischenpodeste wird die Brücke von den Wegen aus barrierefrei erreichbar sein. Auf dem Brückenbauwerk wird die Nutzbreite vier Meter betragen; an zwei Stellen wird es Aussichtskanzeln mit Sitzmöglichkeiten und Ausweichstellen geben. Die circa ein Kilometer langen Wegeanbindungen nach Werder und Potsdam sowie zu den Ortsteilen Geltow und Wildpark-West der Gemeinde Schwielowsee sind ebenfalls Bestandteil des Gesamtprojekts.

Gefördert wird das Projekt als eine wichtige Maßnahme im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbes (SUW) durch Fördermittel des Landes Brandenburg und der Europäischen Union mit Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)“ aus dem Förderprogramm für „Nachhaltige Entwicklung von Stadt und Umland (NESUR) – Infrastruktur“. Bei dem Förderprogramm sind bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten zuwendungsfähig. Die übrigen Kosten sind anteilig durch Eigenmittel der beteiligten Kommunen zu decken. Derzeit wird von circa 8,8 Mio. Euro Gesamtkosten ausgegangen. In den Gesamtkosten enthalten sind neben den Baukosten und Kosten für die Wegeanbindungen auch Kosten für Planung und Baugrunduntersuchungen sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

Geplant ist, dass Brücke und Wege ab Herbst 2022 von allen uneingeschränkt genutzt werden können. Eine Präzisierung der Terminkette ist nach der Frostperiode im März 2022 möglich.

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