Auf dem letzten Lebensweg: Staatskanzlei zeichnet Hospizbegleiter aus Potsdam und Oberhavel aus

Es ist ein Ehrenamt, das viel abverlangt und an die Substanz geht: Die Begleitung von todkranken und sterbenden Menschen. Cathrin Geisler und Randolf Dehmel sind Hospizbegleiter in Potsdam und Oberhavel und wurden heute stellvertretend für all die Frauen und Männer, die sich Tag für Tag in diesem Bereich einsetzen, von der Staatskanzlei geehrt. Im Auftrag von Staatskanzlei-Chefin Kathrin Schneider überreichte Torsten Maciuga, Referatsleiter der Koordinierungsstelle Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement, die Auszeichnung in Oranienburg.

 

Schneider übermittelte anlässlich der Ehrung: „Dieser freiwillige Einsatz betrifft einen sehr sensiblen Abschnitt. Hier werden Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleitet – mit Zuwendung und Empathie. Ein Ehrenamt, das nicht im Rampenlicht steht, viel Kraft kostet und für die Betroffenen von unschätzbarem Wert ist.“ Die Auszeichnung findet im Rahmen der Brandenburgischen Hospizwoche und des Deutschen Hospiztages statt. Schneider: „Wir wollen dieses herausragende Engagement sichtbar machen und den Menschen danken, die diesen schweren Weg gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten und den Angehörigen gehen.“

 

Cathrin Geisler vom Hospiz- und Palliativberatungsdienst Potsdam ist seit November 2006 ohne Unterbrechung ehrenamtlich in der Begleitung sterbender und trauernder Menschen tätig. Dabei war sie immer voll berufstätig als Ergotherapeutin. Bei ihrer Arbeit setzt sie sich besonders für Kinder ein, deren Mutter oder Vater schwer erkrankt sind. Für die Zeit der Trauer hat sie Rituale geschaffen, um Gefühle und Fragen aufzuarbeiten. Schneider: „Der Trauerprozess nach dem Tod eines geliebten Menschen ist so wichtig. Cathrin Geisler ist durch ihre ruhige, ausgeglichene und zugewandte Art eine wertvolle Stütze für die betroffenen Familien.“

Randolf Dehmel vom Oberhavel Hospiz e.V. ist seit Mai 2012 als Hospizbegleiter im Landkreis tätig. Seit November 2019 ist er Vorstandsmitglied und steht seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern beratend zur Seite. Das Projekt „Hospiz macht Schule“ hat er maßgeblich unterstützt. Dabei gestalten Ehrenamtliche eine Woche lang mit Kindern einer Grundschule den Unterricht zu den Themen Krankheit, Sterben, Tod und Trauer. Schneider: „Den Tod kindgerecht aufzuarbeiten, ist ein sehr sensibles Thema. Kinder haben viele Fragen, gehen aber auch oft viel unbedarfter mit den diesen Themen um als Erwachsene. Hospizbegleiter wie Randolf Dehmel erklären den Mädchen und Jungen, dass auch der Tod zum Leben gehört und nehmen ihnen ein Stück weit die Angst. Dafür mein Dank.“

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