Aus den USA ins Wettermuseum Lindenberg: Umweltministerium fördert Ankauf von Wettersonden für weltweit einmalige Schau

Lindenberg (Oder-Spree) – 20 Kilometer südlich von Fürstenwalde bietet das Wettermuseum Lindenberg Besucherinnen und Besuchern Einblicke in die Meteorologie. Der Schwerpunkt des Museums, die Aerologie schließt die Datensammlung durch Wettersonden ein. Mit Lottomitteln fördert das Klimaschutzministerium den Ankauf einer großen Kollektion solcher Sonden aus den USA. Im Brandenburgischen Lindenberg könnte damit eine weltweit einmalige Sammlung von Radiosonden entstehen, die auch für die Klimaforschung von entscheidender Bedeutung sind.

Mit Lottomitteln aus dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz kann das Wettermuseum Lindenberg zahlreiche Exponate aus einem US-amerikanischen Museum für Radiosonden ankaufen, das sich vor der Schließung befindet. Kosten fallen unter anderem für den Kauf, den Transport, die Lagerung sowie Ausstellung und Öffentlichkeitsarbeit an. Radiosonden, auch Wettersonden genannt, werden von Wetterdiensten verwendet, liefern aber auch wichtige Daten für die Erforschung des Klimawandels. Insofern integriert sich die Anschaffung der neuen Sammlungsstücke in das umfassende Profil des Museums, welches neben Wetterphänomenen stets auch Fragen lokaler und globaler Klimaveränderung beleuchtet hat.

Bekannt ist das Wettermuseum Lindenberg unter anderem für seinen Klimazaun, der eindrucksvoll verdeutlicht, wie sich die mittlere Temperatur in 100 Jahren Wetteraufzeichnung verändert hat. Sind die Sonden über den Atlantik transportiert und im Lindenberger Museum inventarisiert, gibt es auf der Welt kein Museum mit einer größeren und vollständigeren Sammlung von Radiosonden.

 

Schon vor über 90 Jahren wurden am Standort Lindenberg – zeitgleich mit Entwicklungen in Frankreich und der Sowjetunion – die ersten Radiosonden gebaut. Daran anknüpfend soll die Erweiterung des Museumsbestands auch identitäts- und sinnstiftend für die Region sein. Das Wettermuseum Lindenberg finanziert sich aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen, Fördermitteln und Eintrittskarten. Für größere Anschaffungen können jedoch keine Rücklagen gebildet werden. Die Corona-Pandemie verschärft die finanzielle Situation zusätzlich, da Einnahmen durch Besucherinnen und Besucher wegfallen.

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