Außenminister Maas zur humanitären Rückholaktion aus Syrien

Anlässlich der Rückkehr von zwölf Kindern und drei dazugehörigen Müttern aus Lagern in Nordostsyrien erklärte Außenminister Heiko Maas heute (20.12.):
„Ich bin sehr erleichtert, dass wir gestern weitere zwölf Kinder und drei dazugehörige Mütter aus Lagern in Nordostsyrien zurückholen konnten. Es handelt sich dabei um humanitäre Fälle, vor allem um Waisen und Kinder mit Erkrankungen – Fälle, in denen die Ausreise besonders dringend erforderlich war. Diese frohe Nachricht kurz vor Weihnachten stimmt zuversichtlich, dass wir auch in weiteren Fällen eine Rückkehr ermöglichen können. Dafür werden wir uns in den kommenden Wochen und Monaten einsetzen.
Zur Wahrheit gehört jedoch auch: die gestrige Rückholaktion war ein Kraftakt, dem Monate intensiver Vorbereitungen und Abstimmungen vorausgingen. Die ohnehin schwierige Lage in Nordostsyrien ist durch die Kampfhandlungen des vergangenen Winters und die Corona-Pandemie in diesem Jahr noch prekärer geworden, viele der Ansprechpartner vor Ort haben derzeit auch sonst genug Probleme. Umso mehr gebührt Ihnen unser Dank, ebenso wie unseren finnischen Partnern, mit denen gemeinsam wir diese Operation durchgeführt haben.
Hintergrund:
Am Samstag sind zwölf Kinder, darunter sieben Waisen, und drei Frauen aus den Lagern Roj und Al Hol im Nordosten Syriens zurückgeholt worden. Es handelt sich um Fälle, die nach Einschätzung der deutschen und insbesondere auch der lokalen Stellen als besonders schutzbedürftig eingestuft wurden. Die Operation erfolgte gemeinsam mit Finnland, das sechs Kinder und zwei Frauen zurückholte.
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