Ausstellungseröffnung „Gründen mit Vielfalt – Migrantische Gründungen zeigen ihr Gesicht“

Heute fand um 14 Uhr im Flur des Oberbürgermeisters die Ausstellungseröffnung „Gründen mit Vielfalt – Migrantische Gründungen zeigen ihr Gesicht“ statt. Der Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam, Bernd Rubelt, eröffnete gemeinsam mit der Projektleiterin des Lotsendienstes für Migrantinnen und Migranten, Julia Plotz, sowie mit der Beauftragten für Migration und Integration der Landeshauptstadt Potsdam, Magdolna Grasnick, die Ausstellung. „Ich freue mich, dass die Eröffnung der Ausstellung in der Interkulturellen Woche 2019 stattfindet, die bundesweit und auch in Potsdam zu einem wichtigen Höhepunkt des integrationspolitischen Jahresgeschehen gehört,“ sagt Magdolna Grasnick.

In 15 Porträts werden migrantische Unternehmen aus sieben Nationen vorgestellt, die sich in Potsdam und dem Land Brandenburg mit Unterstützung des Lotsendienstes für Migrantinnen und Migranten selbstständig gemacht haben. Die Ideen reichen vom internationalen Handel mit Tierwolle, gastronomischen Spezialitäten bis zur medizinischen Fußpflege.

Menschen mit Zuwanderungsgeschichte spielen im Gründungsgeschehen einer Region eine immer wichtigere Rolle. In Brandenburg allein werden rund 30 Prozent aller Gewerbeanmeldungen durch Bürgerinnen und Bürger mit ausländischer Staatsangehörigkeit getätigt. In der Landeshauptstadt Potsdam ist das Thema migrantische Ökonomie auch im Integrationskonzept verankert. Der Lotsendienst für Migrantinnen und Migranten im Land Brandenburg bietet qualifizierende Beratung in der Vorgründungsphase sowie individuelles Coaching bei der Umsetzung der Gründungsidee. Die Zielstellung des Projektes ist es, Migrantinnen und Migranten notwendige betriebswirtschaftliche Grundlagen zu vermitteln, um sie für die geplante Selbständigkeit fit zu machen. So leistet das Projekt den Beitrag zur Integration der Migrantinnen und Migranten in das Erwerbsleben. Seit 2004 wurden rund 1.200 Personen beraten und 663 Gründungen umgesetzt worden. Der Lotsendienst ist ein aktiver Partner im regionalen Gründungsnetz „Gründerforum Potsdam“.

„Existenzgründer verwirklichen neue Ideen und werden zu Unternehmen, die für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Fortschritt einer Region sorgen“, so Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam, zur Ausstellungseröffnung. „Insbesondere Migranten gründen häufiger und bilden mit ihren Ideen die Vielfältigkeit einer Gesellschaft ab. Ich freue mich sehr, dass wir mit dieser Ausstellung die Menschen hinter den Ideen sehen und damit einmal mehr zeigen können, wie wichtig in Potsdam Vielfalt und migrantische Ökonomie für die Stadtentwicklung ist.“

Julia Plotz, Projektleiterin des Lotsendienstes für Migrantinnen und Migranten, sagt: „Durch fachgerechte Qualifizierung und Begleitung können Existenzgründerinnen und Existenzgründer mit Migrationshintergrund viele Fehler vermeiden und ein nachhaltiges Fundament für ihr Business erarbeiten. Dass unser Projekt erfolgreich seit 15 Jahren arbeitet, zeigen die vielen Erfolgsgeschichten im Land Brandenburg.“

Der Lotsendienst für Migrantinnen und Migranten wurde am 22. September 2019 mit dem 15. Integrationspreis der Landeshauptstadt Potsdam ausgezeichnet.

Die Ausstellung ist bis zum 1. November im Flur des Oberbürgermeisters im Rathaus Potsdam, Friedrich-Ebert-Straße 79/81 zu sehen. Weitere Informationen sind unter www.potsdam.de oder www.gruenden-in-potsdam.de zu finden.

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