Autoreifen auf Bahngleise gelegt – einzelne Reisende verließen S-Bahnzug und begaben sich in Gefahr

#Berlin-Lichtenberg (ots)

 

Donnerstagnachmittag überfuhr eine S-Bahn der Linie 75 mehrere Autoreifen, die Unbekannte zuvor auf die Gleise gelegt hatten. Reisende einer nachfolgenden S-Bahn, die ebenfalls wegen eines Reifens stoppen musste, verließen die S-Bahn und begaben sich leichtsinnig in den Gleisbereich.

Gegen 15:30 Uhr leitete der Triebfahrzeugführer einer S-Bahn eine Schnellbremsung ein, als er im Streckenabschnitt zwischen den Bahnhöfen Gehrenseestraße und Hohenschönhausen auf den Gleisen abgelegte Autoreifen erkannte und überfuhr. Nach der Überprüfung des Zuges und Beräumung der Gleise setzte die S-Bahn ihre Fahrt fort.

Eine nachfolgende S-Bahn musste kurz darauf ebenfalls stoppen, da sich ein weiterer Reifen im Gleisbereich befand. Während der Triebfahrzeugführer den Reifen wegräumte, öffneten Reisende mittels der Notentriegelung mehrere Türen der S-Bahn und verließen den Zug auf freier Strecke. Nachdem alarmierte Bundespolizisten vor Ort eintrafen, verhinderten sie ein weiteres Aussteigen von Reisenden. In der S-Bahn befanden sich circa 120 Reisende, wovon 20 den Zug verlassen hatten. Wegen der damit verbundenen Gefahr erfolgte eine Stromabschaltung.

Zwischenzeitlich öffnete der Triebfahrzugführer zur besseren Belüftung weitere Türen. Anschließend konnte der Strom wieder zugeschalten und die Strecke gegen 17 Uhr freigegeben werden.

Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Durch die Schnellbremsungen wurden keine Reisenden verletzt.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei eindringlich vor dem unberechtigten Betreten von Bahnanlagen und den Gefahren in diesem Bereich.

Bahnanlagen sind keine Spielplätze! Hier besteht Lebensgefahr!

Auf Bahnanlagen gefährden vor allem Kinder und Jugendliche sich und andere durch leichtsinniges Verhalten und Unachtsamkeit. Neben den tödlichen Gefahren des Bahnstroms gibt es weitere Gefahrenquellen, die vom Zugverkehr und von den Betriebsanlagen ausgehen. Insbesondere Kinder und Jugendliche unterschätzen dabei häufig die möglichen Folgen ihres Verhaltens.

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