Axel Vogel zum Tag des Ehrenamts (5.12.): „Naturschutzaufgaben ohne freiwilliges Engagement nicht zu bewältigen“

Potsdam – Das Ehrenamt hat gerade im Naturschutz eine lange Tradition. „Ob bei der Betreuung von Schutzgebieten, der Erfassung von Tier- und Pflanzenarten oder der praktischen Naturschutzarbeit: Freiwillige sind hier unverzichtbar“, sagt Umweltminister Axel Vogel anlässlich des Internationen Tags des Ehrenamts. „Ich danke allen Freiwilligen im Natur- und Umweltschutz und der wachsenden Klimabewegung für ihren Einsatz für unsere ganze Gesellschaft. Meine große Anerkennung gilt auch den Engagierten in den Naturschutzverbänden und Naturschutzbeiräten bei der obersten und bei den unteren Naturschutzbehörden, die politische Prozesse begleiten und in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung aktiv sind.“

 

Das Umweltministerium Brandenburg fördert elf Natur- und Umweltverbände mit über 600.000 Euro im Jahr. 2020 zeichnete Umweltstaatssekretärin Silvia Bender die Fachgruppe Ornithologie des NABU-Kreisverbands Prignitz für ihre 50-jährige Arbeit im Weißstorchschutz mit dem Naturschutzpreis der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg aus. Ohne die Freiwilligen wäre auch die Erstellung der „Roten Listen“ der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten nicht leistbar.

Das Engagement beginnt oft früh, beispielsweise bei den Junior-Rangern. Im Jahr 2019 betreute die Naturwacht 57 Kinder- und Jugendgruppen mit 549 Teilnehmenden. Das Freiwillige Ökologische Jahr stärkt bei Jugendlichen das Verständnis und die Einsatzbereitschaft für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz und entfaltet eine enorme Vorbildwirkung. Die Engagierten können aus über 100 Einsatzstellen wählen, darunter der Waldkindergarten Kunersdorf, der Wildpark Schorfheide und der Biopark-Hof Niederwerbig.

Die Mitwirkung von staatlich anerkannten Naturschutzverbänden in Naturschutzbeiräten, die Beteiligung an Planungsverfahren, die Einreichung der Verbandsklage und Informationsrechte nach Umweltgesetzen sind gesetzlich von Bund und Land geregelt.

Der im Juni dieses Jahres neu von Minister Vogel berufene neun-köpfige Naturschutzbeirat für Brandenburg berät die Politik und begleitet mit seiner Expertise die politischen Entscheidungen zum Naturschutz konstruktiv und kritisch. „Über den Naturschutz hinaus spiegelt der Beirat Themen der Landwirtschaft, der Gewässerökosysteme und der Agrar- und Umweltökonomie wider“, so Axel Vogel. Das Gremium ist in die Entwicklung der Nationalen Naturlandschaften, die Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts und der Naturschutzkommunikation, das Maßnahmenprogramm Biologische Vielfalt und das Insektenschutzprogramms aktiv eingebunden. Ein besonderes Anliegen ist dem Landesbeirat die Vernetzung mit und zwischen den achtzehn Naturschutzbeiräten der Landkreise und kreisfreien Städte, die wiederum die unteren Naturschutzbehörden beraten.

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