Bad Belzig – Falsche Polizisten verunsichern Bad Belziger Bürger

Bad Belzig, Stadtgebiet – Mittwoch, 22. Mai 2019, 20:00 Uhr – 21:00 Uhr – 

Am Mittwochabend erhielten mehrere Bürger in und um Bad Belzig Telefonanrufe angeblicher Polizisten, die die meist älteren Bürger teils sehr verunsicherten. Der Anrufer: angeblich ein Kriminalkommissar der örtlichen Polizei. Dieser sprach akzentfrei und offerierte den angerufenen Bürgern, dass Beamte des Polizeirevier Bad Belzig in einem unweit entfernten Straßenzug (es wurden entsprechende Straßennamen genannt) eine Diebesbande festnehmen konnten. Die Bande soll einen Zettel mit geplanten Einbruchsobjekten mitgeführt haben, aus dem hervorgehen würde, dass die Angerufenen demnächst Opfer eines Einbruches werden würden…

Mit dieser bereits bekannten und typischen Masche versuchten die Telefonbetrüger ihre „Opfer“ dann geschickt in ein Gespräch zu verwickeln, um diese nach Bargeld, Schmuck und sonstigen Wertsachen auszufragen. Glücklicherweise blieb es in allen bekannt gewordenen Fällen beim Versuch, weil entweder die Angerufenen zunächst bei ihrer zuständigen Polizei nachgefragt haben, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht, oder die Täter das Telefongespräch beendeten.

Besonders verwerflich an dieser Betrugsmasche ist, dass sich die Täter als Polizisten ausgeben, um sich durch die vermeintliche Seriosität das Vertrauen zu erschleichen.

Die Polizei rät nun, sich niemals auf solche oder ähnliche dubiosen Geldforderungen, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer einzulassen. Die Polizei fordert Bürger auf niemals am Telefon ihre finanzielle Situation zu schildern, oder Geldverstecke zu verraten.

Im Zweifelsfall beenden Sie das Telefonat! …und rufen sie anschließend ihre örtliche Polizeidienststelle unter der öffentlich bekannten oder im Telefonbuch eingetragen Telefonnummer an.

 

Hier noch ein paar Verhaltensweisen im Überblick:

 

·         Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis

·         Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit die in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können.

·         Rufen Sie die Polizei zurück. Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – ABER NICHT die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde!

·         Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers

·         Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie nicht mehr vom Namen auf das Alter schließen. Zum Ändern oder Löschen eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.

·         Bevor Sie jemanden ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle

·         Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind AUCH NICHT DER POLIZEI!

Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei. Sie erreichen sie unter der Nummer 110

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