Bauminister Guido Beermann bei Grundsteinlegung für Ärztehaus

Bauminister Guido Beermann hat in Gransee (Oberhavel) an der Grundsteinlegung für die Errichtung eines Gesundheitszentrums teilgenommen. In die Umsetzung dieses Infrastrukturprojektes der Stadt-Umland-Strategie »Lebens- und Erholungsqualität in der Region Nord: „natürlich – gesund – gemeinsam“« in der Region Nord fließen mehr als 2,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und ergänzend knapp 418.000 Euro aus dem Bund- Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz.

Guido Beermann: „Das Gesundheitszentrum ist Bestandteil der Stadt-Umland-Strategie, die mit europäischen Mitteln unterstützt wird. Neben dem Amt Gransee sind die Städte Zehdenick, Fürstenberg/Havel und Rheinsberg Kooperationspartner. Von dem Gesundheitszentrum werden alle profitieren. Gransee stärkt mit diesem Standort seine Innenstadt und bündelt gleichzeitig mehrere medizinische Angebote an einem Ort. Gerade in einer ländlichen Region mit vielen älteren Menschen ist die gesundheitliche Versorgung wichtig. Mit der Bündelung der drei europäischen Fonds für regionale, ländliche und soziale Entwicklung haben wir die Möglichkeit, die Zusammenarbeit zwischen Städten und Umlandgemeinden zu unterstützen und die Lebensbedingungen für die Menschen zu verbessern sowie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu steigern.“

Ein Wettbewerb im Jahr 2017 war Ausgangspunkt für die heutige Konzeption des Vorhabens. Das Projekt Gesundheitszentrum wird von der Stadt Gransee vertreten durch das Amt Gransee in Kooperation mit dem Medizinischen Versorgungszentrum der Oberhavel-Kliniken geplant. Es sieht direkt in der Innenstadt, in der Rudolf-Breitscheid- Straße 30 bis 32, den Neubau sowie den Umbau von bestehenden Gebäuden vor. Neben einem Hörgeräteakustiker wird es künftig vier Arztpraxen geben. Durch den Einbau eines Fahrstuhls wird das Gesundheitszentrum barrierefrei. Für Krankentransporte wird es eine Tordurchfahrt geben. Auch Pkw-Stellplätze sind im Innenhof vorgesehen.

Die Gesamtinvestitionskosten betragen mehr als 4,1 Millionen Euro. Rund 2,2 Millionen Euro werden von der Europäischen Union bereitgestellt, aus Städtebaufördermitteln stellen Bund und Land knapp 418.000 Euro zur Verfügung. Die Eigenmittel belaufen sich auf rund 1,47 Millionen Euro. Das Gesundheitszentrum soll im Juni 2021 fertiggestellt sein.

Hintergrundinformation:

Am Stadt-Umland-Wettbewerb haben sich Ober- oder Mittelzentren, die mit einer oder mehreren Kommunen in ihrem jeweiligen Verflechtungsbereich eine Kooperation bilden, beteiligt. Städte und die sie umgebenden Gemeinden haben Kooperationsprojekte für die Themenfelder Infrastruktur und Umwelt, Energie und Mobilität sowie Wirtschaft und Tourismus entwickelt. Die Vorhaben müssen den Anforderungen der drei Europäischen Fonds für regionale, soziale und ländliche Entwicklung (EFRE, ESF und ELER) entsprechen und werden von den Kooperationspartnern kofinanziert.

Das Amt Gransee und Gemeinden ist Leadpartner der Strategie „Natürlich-gesund-gemeinsam“, Kooperationspartner sind Zehdenick, Fürstenberg/Havel und Rheinsberg. Schwerpunkte der Strategie sind unter anderem:

  • regionales Gesundheitszentrum auf Brachfläche in Gransee
  • Ausbau regionalbedeutsamer touristischer Infrastruktur
  • Umbau Mobilitätszentrum Bahnhof
  • Ausbau regionaler Radverkehr
  • Wärmenetze und Solarthermieeinspeisung (Gransee)
  • KMU-Förderung in den Städten

Die Kooperation war im Jahr 2016 im Stadt-Umland-Wettbewerb bestätigt worden. Bisher wurden für die Stadt-Umland-Strategie rund 2,4 Millionen EFRE-Mittel – davon rund 166.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – bewilligt.

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