Baumpflanzung zum Abschluss der Pflanzsaison Herbst 2020 / Frühling 2021

Standortgerechte Pflanzungen von trockenstressverträglichen Baumarten im Fokus

Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt, pflanzt zum Abschluss der Baumpflanzsaison (Herbst 2020 / Frühling 2021) heute den Baum des Jahres 2021, die europäische Stechpalme (Ilex), in Klein Glienicke.

„Die Versorgung mit schattenspendenden und nachhaltig temperaturregulierenden Bäumen wird mit der erwarteten weiteren Zunahme von Hitzetagen in unserer Stadt immer wichtiger und darauf müssen wir als Landeshauptstadt reagieren. Die nachhaltige Sicherung und Aufwertung von Grünflächen und weiteren Baumpflanzungen im Stadtgebiet sollen dabei nicht nur eine klimatische Verbesserung des urbanen Raumes bewirken, sondern auch als Orte der Begegnung und Erholung genutzt werden können, ohne dabei ihren wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt außer Acht zu lassen“, so der Beigeordnete.

Die letzten drei Sommer 2018, 2019 und 2020 waren geprägt durch extrem hohe Temperaturen bei gleichzeitig extrem geringen Niederschlägen. Dies hat auch in dem städtischen Baumbestand deutliche Spuren hinterlassen. Bei den Baumpflanzungen des Bereichs Grünflächen in der Pflanzsaison von Herbst 2020 bis in das Frühjahr 2021 standen trockenstressverträgliche Baumarten im Fokus, die standortgerecht gepflanzt wurden. So soll mit diesen Pflanzkampagnen ein umweltgerechter Beitrag für die Aufenthaltsqualität im Stadtgebiet geleistet und dabei dem Klimanotstand entgegengewirkt werden.

Der Baum des Jahres, der jährlich durch die „Baum des Jahres Stiftung – Dr. Silvius

Wodarz Stiftung“ ausgewählt wird, ist in diesem Jahr die europäische Stechpalme (Ilex). Sie wächst in unseren Breiten eher strauchartig und fühlt sich besonders in Laubwäldern wohl. Unter besonders guten Wuchsbedingungen sind aber auch Höhen von bis zu 15 Metern möglich. Bekannt ist die Stechpalme durch ihre olivdunkelgrünen ledrigen Blätter, die an den Blatträndern 5-7 Stachelspitzen aufweisen sowie die roten Beeren, die erst im Oktober reifen und den ganzen Winter am Gehölz bleiben.

Aus diesem Grund wurden die Äste früher gern als Dekoration zur Weihnachtszeit verwendet. Durch diese häufige Nutzung gepaart mit dem langsamen Wuchs der Stechpalme, sind die Bestände bis ins frühe 20. Jahrhundert stark zurückgegangen. Heutzutage ist die Stechpalme nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt und darf nicht aus der Natur entnommen werden. Die Bestände haben sich mittlerweile erholt und tragen einen wichtigen Bestandteil zur Artenvielfalt in unserer Landschaft bei.

Obwohl der Stechpalme klimatische Extreme nicht sehr zusagen – Sommertrockenheit und Winterkälte begrenzen ihre Verbreitung – gilt sie doch als recht zählebig, sofern die örtliche Früh- und Spätfrostgefahr nicht zu extrem ist und der Boden nicht allzu sehr austrocknet. Nicht zuletzt wegen der zunehmend milderen Winter wird sie auch in Zeiten des Klimawandels vielerorts eine ihr zusagende Nische finden können.

Weitere Informationen zum Baum des Jahres: www.baum-des-jahres.de.

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