Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners auch in diesem Jahr wieder notwendig

Prignitz – Die Erfassung des Befalls im letzten Jahr ergab, dass auch in diesem Jahr wieder Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner in der Prignitz ergriffen werden müssen. Die Bekämpfung durch die betroffenen Kommunen Amt Putlitz-Berge, Gemeinde Gumtow, Gemeinde Plattenburg, Gemeinde Karstädt, Gemeinde Groß Pankow, Stadt Perleberg, Stadt Pritzwalk, Stadt Wittenberge, Amt Bad Wilsnack/Weisen und Amt Lenzen-Elbtalaue sowie die Kreisstraßenmeisterei steht in Kürze an. Die Entwicklung der Raupen und der Austrieb der Eichen werden in diesen Tagen aufmerksam beobachtet. Nach jetziger Einschätzung könnte die Bekämpfung in KW 19., also ab 6. Mai, beginnen. Die derzeitige Trockenheit verzögert allerdings die Blattentwicklung der Eichen, sollte es in den nächsten Tagen nicht regnen, ist es möglicherweise günstiger, erst in der 20. KW, also ab 13. Mai, zu bekämpfen.

Der Landkreis Prignitz hat mit den betroffenen Kommunen im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen und wird den Einsatz des Bekämpfungsmittels Dipel ES/Foray ES koordinieren. Insgesamt sollen im Mai auf ca. 400 Hektar Flächen und Bäume behandelt werden. Das entspricht in etwa einer Größenordnung wie im vergangenen Jahr. Das Sprühen des Biozids erfolgt sowohl vom Boden (ca. 170 ha) aus als auch aus der Luft (ca. 230 ha). Die für die Bekämpfung in ökologischen Schutzgebieten erforderlichen naturschutzrechtlichen Befreiungen werden durch die untere Naturschutzbehörde nach Eingang der Stellungnahmen der anerkannten Naturschutzverbände kurzfristig erteilt.

Welche Flächen zur Behandlung vorgesehen sind, ergibt sich aus den jeweiligen Allgemeinverfügungen der Kommunen. Die Flächen sind ab Freitag, den 3. Mai, auf der Internetseite des

Landkreises Prignitz unter www.landkreis-prignitz.de unter dem Button Aktuelles/Eichenprozessionsspinner bzw. unter „Geoportal“ einsehbar.

Die Sprühaktion im Landkreis Prignitz mit dem Hubschrauber bzw. den Bodenfahrzeugen wird in Abhängigkeit von der Wetterlage beginnen und etwa drei bis vier Tage in Anspruch nehmen. Heute kann deshalb noch nicht konkret gesagt werden, an welchem Tag in welchen Bereichen bekämpft wird. Die Öffentlichkeit wird über die Tageszeitungen, über Antenne Brandenburg und über die Internetseiten der Kommunen und die des Landkreises rechtzeitig darüber informiert, wann und wo die Bekämpfungsmaßnahmen stattfinden.

Dr. Sabine Kramer, 2. Beigeordnete des Landrats, verweist darauf, dass sowohl bei der Luft- als auch bei der Bodenbekämpfung grundsätzlich ein Betretungs- und Befahrungsverbot während der Ausbringung und in der Zeit bis zur Abtrocknung des Biozids besteht und einzuhalten ist. Die betroffenen Abschnitte werden dementsprechend vorübergehend gesperrt.

Auskünfte zu den Bekämpfungsmaßnahmen und den betroffenen Flächen geben die Ordnungsämter der Städte, Ämter und Gemeinden.

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