Beratung der Hauptverwaltungsbeamten im Calauer Kreishaus

Die Bürgermeister und Amtsdirektoren der elf Kommunen des Landkreises OSL folgten kürzlich der Einladung von Landrat Siegurd Heinze zur vierteljährlichen Beratungsrunde in das Kreishaus Calau. Das Thema Sicherheit im Landkreis war ein Schwerpunkt der 3-stündigen Veranstaltung. 

 

Traditionell im Vorfeld der offiziellen Vorstellung der Kriminalitätsstatistik des Landkreises Oberspreewald-Lausitz präsentierte am vergangenen Freitag, den 3. Mai 2019 der Leiter der Polizeiinspektion des Landkreises, Rüdiger Schiesko, den Bürgermeistern und Amtsdirektoren der Kommunen die Ergebnisse der aktuellen Statistik und gab eine Einschätzung der Sicherheitslage im Landkreis.

Weitestgehend erfreulich waren die Zahlen des Jahres 2018, die er gemeinsam mit Oberkommissarin Grit Niessen und Kriminalpolizei-Leiter Karsten Saeger vorstellte. Der Trend bei den Straftaten ist mit einer Zahl von 7.185 im OSL-Kreis im Vergleich zu den Vorjahren gleichbleibend. Erfreulich, so der Polizeiinspektionsleiter, sei die beachtliche Aufklärungsquote von über 88 Prozent der Fälle in der Gewaltkriminalität. Die Verkehrsunfallrate im Landkreis ist im vergangenen Jahr nicht nur leicht gesunken, bezogen auf die Unfälle je 100.000 Einwohner ist die Anzahl im Landkreis OSL mit 2.657 Verkehrsunfällen im Vergleich zu den anderen Landkreisen der Polizeidirektion Süd sogar am niedrigsten. Für Rüdiger Schiesko war die Präsentation die letzte innerhalb dieser Runde, denn bereits im Januar nächsten Jahres wird er in den Ruhestand eintreten. Landrat Siegurd Heinze sprach ihm großen Dank für seine Verdienste insbesondere für den Landkreis Oberspreewald-Lausitz im Bereich der Polizeidirektion Süd aus.

Zum Umgang mit Feuerwerken im Landkreis Oberspreewald-Lausitz außerhalb von Silvester informierte der Sachgebietsleiter der Unteren Naturschutzbehörde, Ferry Richter. Die Ordnungsämter des Landkreises sind aktuell dazu mit der Kreisverwaltung im Gespräch. Anlass ist die zunehmende Eigendynamik beim Abbrennen von Feuerwerken über das ganze Jahr. Auch aufgrund zunehmender Anwohnerbeschwerden zu Lärm- und Geruchsbelästigungen besteht Bedarf zu einer gemeinsamen Regelung innerhalb des OSL-Kreises. Landeseinheitliche Vorgaben fehlen bislang. „Permanent wird hier zudem gegen naturschutzrechtliche Belange zu Schutzgebieten, dem Artenschutz und Schutz von Nist- bzw. Brutstätten verstoßen“, versuchte Ferry Richter für die Bedeutung des Themas zu sensibilisieren. Der Landkreis wird sich mit den örtlichen Ordnungsbehörden zu einer gemeinsamen Definition von begründeten Anlässen für die Genehmigung von Feuerwerken außerhalb des Jahreswechsels verständigen.

Die Treffen zwischen den Hauptverwaltungsbeamten der Kreisverwaltung und den Kommunen dienen dem Austausch aktuell relevanter Themen und finden auf Einladung des Landrates quartalsweise an wechselnden Orten im Landkreis statt. Die nächste Zusammenkunft ist für August 2019 geplant.

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