Berauschter Wachmann setzt Pfefferspray ein

#Neustadt –

Im Rahmen der Absicherung des Reit- und Springturniers in Neustadt/Dosse nahm ein 21-jähriger polizeibekannter Wachmann am Sonnabendmorgen gegen 05:50 Uhr seine Aufgabe etwas zu ernst. Auf dem Gelände des Landesgestüts sprach er einen 33-jährigen Mitarbeiter des Landesgestüts an und forderte ihn auf, stehen zu bleiben. Warum der Wachmann annahm, dass der 33-Jährige etwas Böses im Schilde führt, konnte er im Rahmen der Sachverhaltsklärung jedoch nicht erklären. Im Weiteren Geschehensverlauf kam es zu einem Gespräch zwischen ihm und dem Mitarbeiter mit der Folge, dass der 21-Jährige grundlos gegenüber dem 33-Jährigen Pfefferspray einsetzte. Diesem Angriff zu entkommen, flüchtete der Mitarbeiter in einen Sozialraum des Gestüts. Hierher folgte ihn der Wachmann und sprühte ihn erneut mit seinem Reizgas ein. Nachdem auch beim Wachmann das Gas Wirkung zeigte, verließ er den Raum und ließ von weiteren Tathandlungen ab. Der Mitarbeiter begab sich nach Eintreffen der Rettungs- und Einsatzkräfte in medizinische Behandlung, konnte aber, nachdem die Wirkung des Reizstoffes nachließ, vor Ort verbleiben. Bei der Befragung des Wachmannes fiel den eingesetzten Polizeibeamten auf, dass er offensichtlich berauscht war. Die Beamten konnten bei dem 21-jährigen Berliner eine Beeinflussung durch Alkohol, Cannabis, Amphetamine und Kokain feststellen. Er wurde seinem Vorgesetzten übergeben, der nun arbeitsrechtliche Schritte einleiten muss. Gegen den Wachmann wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Betäubungsmittelgesetz ermittelt.

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