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#Berlin: #Rettungskräfte mit Waffe angegriffen – drei Sanitäter verletzt

Straße: Alt-Tempelhof/Tempelhofer Damm

Ort: Tempelhof

Die Besatzung eines DRK-Rettungswagens, die im Auftrag des Landes Berlin zur Unterstützung der Berliner Feuerwehr im Rettungsdienst unterwegs war, wurde in der Nacht vom 19. zum 20. Juni in Tempelhof mit einer Schreckschusswaffe mit Reizgas angegriffen. Die drei Rotkreuz-Mitarbeiter erlitten dabei Knalltraumen sowie Reizungen im Gesicht und an den Armen.

Die Besatzung des DRK-Rettungswagens bestand aus einem Rettungssanitäter, einem Notfallsanitäter und einem in Ausbildung befindlichen Notfallsanitäter. Die Kräfte machten, nachdem sie einen Verletzten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht hatten, eine Pause an einem Imbiss an der Ecke Alt-Tempelhof/Tempelhofer Damm. Plötzlich traten zwei Männer an den Wagen heran, öffneten die hintere Tür des Wagens und wollten einsteigen. Daraufhin alarmierte die Besatzung die Polizei. Noch bevor Polizisten vor Ort waren, zog der Täter eine Schreckschusswaffe mit Reizgas und schoss damit aus direkter Nähe auf einen der Sanitäter. Die alarmierten Polizisten konnten den Tatverdächtigen wenig später in der Nähe festnehmen und erkennungsdienstlich behandeln.

Eine der Rettungskräfte erlitt ein Knalltrauma, die beiden anderen Reizungen an den Augen bzw. an der Haut. Alle drei mussten im Krankenhaus behandelt werden und anschließend ihren Dienst beenden.

Mario Czaja, der Präsident des DRK Landesverbandes Berliner Rotes Kreuz e. V., ist empört über diesen Angriff und verurteilt die zunehmende Gewalt gegenüber Rettungskräften. Es sei festzustellen, dass die Hemmschwelle zur Gewaltbereitschaft weiter absinkt. Das sei nicht mehr tolerierbar, so Czaja weiter.

„Wir haben leider mit vielerlei Angriffen auf Einsatzkräfte zu tun. Das verurteilen wir aufs Schärfste. Dieser Angriff der letzten Nacht nimmt jedoch eine neue Dimension an, die uns zutiefst erschüttert und betroffen macht! Nach der letzten Strafrechtsreform sind für Angriffe auf Einsatzkräfte nunmehr Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren möglich. Hier ist nun die Justiz gefordert, diesen Fall und ähnlich gelagerte Ereignisse mit aller Härte zu ahnden und den möglichen Strafrahmen auch auszuschöpfen“, betonte Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen nach dem Vorfall.

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