„Berufsschule digital plus“: Oberstufenzentren kooperieren mit DKJS

Das Potsdamer Oberstufenzentren I – Technik und das Oberstufenzentrum II – Wirtschaft und Verwaltung Europaschule kooperieren im Rahmen des Projektes „Berufsschule digital plus“ für das Schuljahr 2020/2021 mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). Die Kooperation beinhaltet eine Sachmittelfinanzierung von 10 000 Euro sowie eine enge Projektbegleitung seitens der DKJS, um digitale Transformationsprozesse an den Schulen zu unterstützen. Potsdams Oberstufenzentren gehören gemeinsam mit dem Oberstufenzentrum Dahme-Spreewald zu den drei geförderten Berufsschulen in Brandenburg.

Das Programm „Berufsschule digital plus“ unterstützt Berliner und Brandenburger Berufsschulen dabei, den Unterricht sowie die inner- und außerschulische Zusammenarbeit neu auszurichten. Ziel des Programms ist es, Curricula bestimmter Ausbildungen an die Anforderungen des digitalen Wandels anzupassen und so die Digitalisierung zu einer Bereicherung der Schulkultur zu machen. Unterstützt werden Berufsschulen bei individuellen Entwicklungsvorhaben sowie der Anschaffung von neuem Equipment. Gleichzeitig werden Lehrkräften und Schulleitungen Fortbildungen rund ums Thema Digitalisierung angeboten. Das Programm „Berufsschule digital plus“ wird von der DKJS umgesetzt und von der Reinhard-Frank-Stiftung sowie der Elke und Detlef Slupinski Stiftung gefördert.

Das OSZ I – Technik Potsdam wird im Rahmen des Programms eine Pilotgruppe von fünf bis acht Lehrkräften einrichten, die den Einsatz digitaler Endgeräte in unterschiedlichen Bildungsgängen und Ausbildungsjahren testen soll. Hierzu ist geplant, ein mobiles Interaktiv-Panel für die Gestaltung des Unterrichts anzuschaffen. „Der Einsatz digitaler Medien im Schulalltag macht das Kollegium flexibel und erhöht die Anschlussfähigkeit der Schülerinnen und Schüler an die neuen Arbeitsbedingungen“, unterstreicht Schulleiter Larsen Hähle. Am OSZ II – Wirtschaft und Verwaltung Europaschule ist geplant, die Schulcloud als Unterrichtsmedium in die Berufszweigausbildung einzubringen. „Es ist eine Herausforderung, die Soft- und Hardware innerhalb eines Schuljahres zu erwerben und einzusetzen. Die Corona-Pandemie zeigt allerdings, wie wichtig der Einsatz von digitalen Medien im Schulunterricht ist“, hebt die Schulleiterin Kerstin Steckner hervor. Die Entwicklungen der Corona-Pandemie betrachtet auch die DKJS als eine besondere Herausforderung, bei der es zu helfen gilt: „Wir möchten die Schulen gerade jetzt unterstützen, indem wir den gemeinsamen Austausch untereinander weiter stärken und im Rahmen digitaler Angebote Impulse externer Expertinnen und Experten setzen“, erläutert der Programmverantwortliche Leon Dunkhase.

Die Kooperation zwischen den Potsdamer Oberstufenzentren und der DKJS ist auf Vermittlung des Bildungsbüros zustande gekommen und wird in der Stadtverwaltung vom Fachbereich Bildung, Jugend und Sport unterstützt. Das Programm „Berufsschule digital plus“ kann bei entsprechendem Bedarf und Fördermöglichkeiten um ein weiteres Schuljahr verlängert werden.

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