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Besetzung einer Pipeline-Baustelle in Wrangelsburg

#Wolgast (ots)

Im Laufe des Tages kamen neben den Beamten des Polizeireviers Wolgast, die Verhandlungsgruppe der Polizei M-V, Vertreter der Fachbehörde für Bergrecht M-V und die Versammlungsbehörde des Landkreises Vorpommern-Greifswald zur Pipeline-Baustelle nach Wrangelsburg um einen sicheren Verlauf der Eilversammlung gewährleisten zu können.

Durch die Versammlungsbehörde wurde dem Versammlungsleiter der Aktivisten die Auflage erteilt, die Versammlung am Nachmittag zu beenden und ihm wurden nach erfolgter Belehrung die Konsequenzen einer Nichtbefolgung dargelegt.

Nach einer kurzzeitigen Fristverlängerung, weil die Aktivisten in der Pipeline noch aufräumen wollten, verließen die drei Personen (ein Mann und zwei Frauen) das Rohr und die Versammlung mit insgesamt sechs Teilnehmern wurde um etwa 16:00 Uhr für beendet erklärt. Durch Mitarbeiter der Baustelle wurde das Rohr noch einmal kontrolliert.

Es entstanden keine Schäden und niemand wurde verletzt. Die Polizei bedankt sich für die Friedlichkeit und Kooperationsbereitschaft der Versammlungsteilnehmer.

Erstmeldung:

Momentan befinden sich mehrere Beamte des Polizeireviers in Wolgast in Wrangelsburg im Einsatz.

Die Aktionsgruppe „Climate Justice Greifswald“ teilte am heutigen Morgen in einer Pressemitteilung mit, dass sie seit 05:35 Uhr die Baustelle einer Gaspipeline bei Wrangelsburg besetzen, „um deren Bau zu verzögern und auf Klimaschäden durch Erdgas aufmerksam zu machen“.

Gegen 07:00 Uhr meldete sich einer der Aktivisten auch in der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg und gab die Aktion dort zur Kenntnis.

Derzeit befinden sich fünf Beamte des Reviers Wolgast vor Ort. Der Leiter der Polizeiinspektion Anklam, LPD Gunnar Mächler, führt den Einsatz. Die Verhandlungsgruppe der Polizei Mecklenburg-Vorpommern wurde ebenfalls angefordert.

Nach unseren derzeitigen Erkenntnissen befinden sich insgesamt acht Aktivisten im Baustellenbereich der Pipeline, fünf von ihnen sollen sich in einem der Rohre befinden.

Das etwa 1,5 km lange Rohr ist nach Auskunft des anwesenden Bauleiters verschweißt, sodass durch mögliche Sauerstoffknappheit ein Gesundheitsrisiko für die Aktivisten bestehen könnte. Nach Abstimmung mit dem Versammlungsleiter, welcher in Kontakt mit den Leuten im Rohr steht, wurde ein Sauerstoffmessgerät an die Personen im Inneren der Pipeline gegeben.

Die Aktion wird durch die Polizeiinspektion Anklam rechtlich als Eilversammlung eingestuft. Die Versammlungsbehörde wurde informiert.

Die Sicherheit und Gesundheit der Aktivisten hat oberste Priorität. Die Arbeiten an der Baustelle ruhen daher derzeit.

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