Besondere Aufmerksamkeit für die Schwächsten ist gefragt

Der aktuelle Wintereinbruch bringt ein hohes Maß an Risiken mit sich. Besonders betroffen sind davon Menschen, die nicht über den Schutz einer Wohnung verfügen: die Wohnungslosen.

In einer koordinierten Aktion von Beschäftigten des Amtes für Jugend und Soziales sowie des Amtes für Ordnung und Sicherheit der Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) wurde in Vorbereitung des Kälteeinbruchs eine Liste üblicher Aufenthaltsplätze Wohnungsloser erstellt, die weder einen festen Platz in der Gemeinschaftsunterkunft Seefichten in Anspruch nehmen, noch zumindest die Option des dortigen Nachtasyls an besonders kalten Tagen nutzen.

Eine Sondereinsatzgruppe Betreuung und Verpflegung des Katastrophenschutzes, gestellt durch das DRK Oder-Spree, fährt diese Plätze jetzt regelmäßig ab. Die Einsatzkräfte bieten Wohnungslosen an, sie in die Gemeinschaftsunterkunft zu bringen. Für den Fall, dass dies abgelehnt wird, versorgen sie die Betroffenen mit warmem Essen, Getränken und gegebenenfalls Decken vor Ort.

Bürgerinnen und Bürger werden zudem gebeten, das Amt für Jugend und Soziales unter der Telefonnummer 0335 552-5000 zu informieren, wenn sie derzeit augenscheinlich Wohnungslose Personen im Stadtbild wahrnehmen, damit auch diesen ein Übernachtungsangebot gemacht werden kann.

Frankfurts Sozialbeigeordneter Jens-Marcel Ullrich: „Die Gründe von Wohnungslosigkeit sind hochindividuell. Manche Betroffene, zum Glück nicht viele in unserer Stadt, lehnen es ab, sich helfen zu lassen. Dazu haben sie ein Recht, das wir nicht antasten dürfen. Allerdings besteht aktuell akute Lebensgefahr durch mögliche Erfrierungen. Deshalb ist es notwendig, sich um diese Menschen jetzt besonders zu bemühen. Ein herzlicher Dank gilt allen, die an dieser Aktion beteiligt sind, besonders den aktiven Einsatzkräften und natürlich auch den Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihre Aufmerksamkeit Leben retten können.“

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