Besser mobil. Besser leben. Mit Fahrplanwechsel geht Mobilitätsdrehscheibe Marquardt an den Start

Im Stundentakt mit der RB21 nach Berlin / Buslinie 609 bis Marquardt verlängert

Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag geht das neue Regionalbahnnetz „Elbe-Spree“ an den Start. Mit dem Netz sind Verbesserungen an den Fahrplänen und Linienführungen im Eisenbahn-Regionalverkehr verbunden, darunter u.a. dichtere Takte und mehr Kapazitäten auf der Linie RE1 zwischen Potsdam, Brandenburg an der Havel und Berlin sowie eine neue direkte Verbindung von Potsdam Hauptbahnhof über Marquardt nach Berlin-Spandau und -Gesundbrunnen. Dafür wurde heute die Mobilitätsdrehscheibe Marquardt mit neuen Pkw- und Fahrrad-Stellplätzen und Anschlüssen von Bus und Bahn eröffnet. „Mit der Mobilitätsdrehscheibe Marquardt haben wir einen zentralen Umsteigepunkt für Pendlerinnen und Pendler in die Potsdamer Innenstadt, in andere Potsdamer Orts- und Stadtteile beziehungsweise nach Berlin geschaffen. Mit dem heutigen Fahrplanwechsel gewinnt die Drehscheibe weiter an Bedeutung“, sagte Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt.

Mit dem Fahrplanwechsel hat auch die Verkehrsbetrieb Potsdam GmbH (ViP) ihre Fahrpläne angepasst, um weiterhin an den Bahnhöfen im Stadtgebiet Anschlüsse zwischen den Zügen und den Linien der ViP anbieten zu können. Neben bekannten Anschlüssen an den bisherigen Bahnhöfen wurde die neue Mobilitätsdrehscheibe Marquardt in den ÖPNV-Stadtverkehr eingebunden. Mit dem geänderten Fahrplan der RB21 und dem Bau einer Wendestelle am Bahnhof Marquardt für Busse wird die Buslinie 609 neu bis zum Bahnhof Marquardt verlängert.

Ab 11. Dezember 2022 fährt die Linie 609 von Satzkorn bis zum Bahnhof Marquardt und bietet im Tagesverkehr einen stündlichen Anschluss an den Zug in Richtung Berlin Gesundbrunnen. „Mit diesen neuen attraktiven Möglichkeiten verbessern wir die Erschließung des Potsdamer Nordens durch den ÖPNV und hoffen, so einen möglichst großen Teil des in die Stadt ein- oder aus der Stadt herausfließenden motorisierten Individualverkehr auf den öffentlichen Personennah- und Regionalbahnverkehr oder das Fahrrad umzulenken“, so Bernd Rubelt, der heute bei einer „Jungfernfahrt“ mit der RB21 die neue Anschlussmöglichkeit von Marquardt ohne Umstieg nach Berlin getestet hat.

Die neue Verbindung bietet nun – neben der bisherigen Möglichkeit, über den Potsdamer Hauptbahnhof mit dem RE1 oder der S 7 nach Berlin zu fahren – eine weitere Möglichkeit für die nördlichen Ortsteile Marquardt, Fahrland und Satzkorn, mit dem öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und kurzen Reisezeiten in die Hauptstadt zu gelangen. Damit sind für die Bewohner*innen der nördlichen Ortsteile zudem auch Wustermark, Elstal und Spandau mit dem ÖPNV nun gut erreichbar.

Bis zum Abschluss des Projektes bis voraussichtlich Ende des 1. Quartals 2023 entsteht am Bahnhof Marquardt eine P+R-Anlage mit 100 Pkw Stellplätzen (ab sofort 50 % der Parkplätze nutzbar) und eine Buswendeanlage mit 3 Bushaltepunkten sowie Betriebshalten. Des Weiteren gibt es dann Abstellmöglichkeiten für 60 Fahrräder als B+R-Stellplätze und 10 PKW-Stellplätze mit E-Ladestruktur und eine Fahrradverleihstation von nextbike. Die Straßenbeleuchtung wird neu gebaut und es ist ein Standort für eine Citytoilette vorgesehen. Die beiden Kreisverkehre der B 273 Richtung Fahrland und Satzkorn wurden erneuert und für eine bessere Anbindung an die B 273 wurde vom Kreisel Satzkorn ein gemeinsamer Geh- und Radweg befestigt. Im Frühjahr ist die Bepflanzung vorgesehen. Trotz der noch ausstehenden Arbeiten kann die Mobilitätsdrehscheibe ab heute genutzt werden; es wurden Provisorien eingerichtet.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: