Betrüger zockten ab

#Eberswalde – 

Der Polizei wurde am 23.04.2020 ein dreister Betrugsfall angezeigt.

Angebliche Polizeibeamte meldeten sich demnach bei einer hochbetagten Frau und gaben an, dass deren Tochter einen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang verursacht hätte. Dann folgte die Frage nach dem verfügbarem Bargeld im Hause. Allein diese Frage hätte die Seniorin stutzig machen sollen. Doch gab sie eine Summe an, die nun plötzlich genau jenem Betrag entsprach, der ausreichen würde, um der Tochter eine Haft zu ersparen. Die Anrufer sorgten in der Folge dafür, dass die Rentnerin nicht mehr vom Telefon loskam, bis eine Frau bei ihr erschien, die sich das Geld aushändigen ließ und eiligst damit verschwand.

Natürlich wird die Polizei Sie niemals auffordern, Geld sozusagen als Kautionsleistung auszuhändigen. Und schon gar nicht erscheinen Polizeibeamte an der Haustür und nehmen das Ganze dann in Empfang.

Wenn Polizisten bei Ihnen an der Tür klingeln, gilt im Übrigen, dass jeder Amtsträger verpflichtet ist, seinen Namen anzugeben und sich per Dienstausweis auszuweisen. Es ist auch Ihr Recht, den Dienstausweis zu prüfen. Schon bei kleinstem Verdacht, dass hier etwas nicht stimmen kann, rufen Sie die zuständige Dienststelle oder den Notruf 110 an. Dort kann man den Einsatz bestätigen oder Ihnen Hilfe senden.

 

Selbstredend wissen das auch die Betrüger. Und gerade deshalb haben sie die Dame ständig am Telefon gehalten. Leider hat dies die Frau nicht misstrauisch werden lassen. Jetzt ermitteln Kriminalisten der Inspektion Barnim, um wen es sich bei den Kriminellen gehandelt hatte.

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