Biosphäre Potsdam: Von kuschlig bis etwas affig

Von kuschlig bis etwas affig

Mitarbeiter*innen der Biosphäre Potsdam blicken zurück auf das Jahr 2020

Einmal im Jahr heißt es in der Biosphäre Potsdam: „Antreten zum (symbolischen) Zählappell!“ Traditionell zwischen Weihnachten und Neujahr führten die Mitarbeiter*innen der Tropenwelt die jährliche Tierinventur durch. Dabei blickten sie auch zurück auf die turbulenten letzten Monate. In diesen wurden nicht nur tierische Mitbewohner*innen begrüßt und eine analoge sowie eine digitale Ausstellung eröffnet, das Jahr 2020 verlief auch im Potsdamer Dschungel anders, als es sich Mensch und Tier vorgestellt hatten.

Der erste Höhepunkt des tropischen Jahres war ohne Zweifel der Einzug des Wildmeerschweinpaares, das direkt neben dem Luftschiff sein neues Domizil bezog. Die beiden fühlten sich in der Biosphäre Potsdam „sauwohl“. Nachdem die Tropenwelt im ersten Lockdown des Jahres schließen musste, nutzte das Pärchen die Gunst der Stunde und widmete sich der Familienplanung. Aus zwei Schweinchen wurde so eine große, kuschelige Bande.

Die Wiedereröffnung der Biosphäre Potsdam konnte im Juli mit der Ausstellung „Insekten – stark und schön“ gefeiert werden. Neben prächtigen Käfern zählt seitdem auch eine Kolonie Blattschneiderameisen zu den Bewohner*innen im Potsdamer Dschungel. Diese haben ihr eigenes Reich in einem zweistöckigen Terrarium bekommen, zu dem auch eine bis zum Höhenweg reichende Wanderroute gehört.

„Doch nicht nur auf dem Land haben wir Zuwachs bekommen. Im Urwaldsee am Café Tropencamp sind in diesem Jahr neue Süßwasserfische eingezogen. Zwei Elfenwelse und sechs Pfauenaugenbuntbarsche tummeln sich nun oberhalb unserer Aquasphäre“, erzählt Tierpflegerin Rebekka Reisser.

Ebenso wie der erste ist auch der zweite Lockdown nicht spurlos an der Tierwelt der Biosphäre Potsdam vorbeigegangen. Vor allem den Publikumslieblingen Manfred und Marianne, zwei Weißbüschelaffen, fehlten die Besucher*innen. „Unsere beiden Kletterakrobaten lieben es, die Gäste zu beobachten und ihnen eine Show zu bieten. Daher waren wir mehr denn je gefragt. Von uns bekamen die beiden ihre tägliche extra Portion Applaus“, sagt Tierpflegerin Annekathrin Hoth.

Auf 5.000 Quadratmetern beherbergt die Biosphäre Potsdam insgesamt 140 Tierarten. Die größte Gruppe bilden die Schmetterlinge mit 34 verschiedenen Arten, vom imposanten Atlasspinner bis zum blauschimmernden Himmelsfalter.

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