Blankenfelde-Mahlow – Falsche Polizeibeamte treiben ihr Unwesen

Blankenfelde-Mahlow – Donnerstag, 17.10.2019 – 

Gestern meldeten sich im Laufe des Tages insgesamt drei Personen aus dem Bereich Blankenfelde-Mahlow, die einen Anruf eines falschen Polizisten erhalten hatten. In allen Fällen meldete sich ein vermeintlicher Polizeibeamter der Kriminalpolizei aus Zossen telefonisch bei den Geschädigten und berichtete in den Telefonaten von einer Täterbande, die von der Polizei aufgespürt wurde. Bei diesen Tätern hätte man ein Notizbuch gefunden, in welchem die Adressdaten der Geschädigte vermerkt gewesen seien. Im Anschluss versuchte der falsche Polizist am Telefon Informationen über deren Wohn- und Vermögensverhältnisse zu erlangen. Glücklicherweise bemerkten die Geschädigten das falsche Spiel, beendeten die Telefonate und wendeten sich an die Polizei. Es wurden drei Strafanzeigen wegen des Verdachts des versuchten Betrugs aufgenommen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun.

In diesem Zusammenhang rät die Polizei:

Die Polizei rät, sich niemals auf solche oder ähnliche telefonische Auskunftsbegehren, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer, einzulassen. Die Polizei würde Bürger niemals am Telefon auffordern Ihre finanzielle Situation zu schildern, oder Geldverstecke zu verraten.

Im Zweifelsfall beenden Sie das Telefonat und rufen Sie anschließend Ihre örtliche Polizeidienststelle unter der öffentlich bekannten, im Telefonbuch eingetragenen Telefonnummer oder die 110 an.

Verhaltensweisen im Überblick:

·       Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen.

·       Geben Sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis.

·       Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen.

·       Vereinbaren Sie einen späteren Gesprächstermin, damit Sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können.

·       Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer nicht mit Namen melden, wenn Sie sich als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen.

·       Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.

·       Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

·       Rufen Sie die Polizei zurück. Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – ABER NICHT die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde!

·       Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers.

·       Bevor Sie jemanden Ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte Ihre örtliche Polizeidienststelle.

·       Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind AUCH NICHT DER POLIZEI!

·       Haben Sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei.

Die erreichen sie unter der Nummer 110!

·       Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an.

·       Sind Sie bereits Opfer eines falscher Polizisten geworden? Zeigen Sie die Tat unbedingt an. Dies kann helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.

·       Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.

·       Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zu Hause, sondern in der Bank oder einem Schließfach auf.

 

Weitere Hinweise finden Sie unter anderem auch im Bürgerportal der Polizei des Landes Brandenburg unter https://polizei.brandenburg.de/liste/informationen-rund-um-das-thema-betrug/416294.

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