Brandenburg an der Havel/#Beelitz/#Michendorf – Gehäufte Anrufe falscher Polizisten – Senioren erkennen falschen Polizisten

Brandenburg an der Havel / #Beelitz/#Michendorf – Mittwoch, 23. Oktober 2019 – 

Am Mittwoch kam es sowohl in der Stadt Brandenburg an der Havel, als auch in Städten des Landkreises Potsdam-Mittelmark wieder gehäuft zu Anrufen falscher Polizisten. In allen Fällen versuchten die Betrüger in typischer Vorgehensweise den Angerufenen vorzugaukeln, dass im näheren Umfeld eine Diebesbande gefasst wurde, diese eine Zettel mit potentiellen Einbruchsopfern dabei hatten und die Anwohner –so auch die Angerufenen– nun Fenster und Türen schließen und besonders Aufmerksam bleiben sollen. Danach legte der Anrufer auf, ohne eine Geldforderung auszusprechen.

Die Polizei geht davon aus, dass so Vertrauen bei den Angerufenen aufgebaut werden sollte. In einem nächsten Schritt hätte sich der „Falsche Polizist“ wohl mit einem weiteren Anruf beim Opfer gemeldet, um das Vertrauen, durch eine geschickte Gesprächsführung, weiter auszubauen und es dann, im weiteren Gesprächsverlauf über dessen Vermögensverhältnisse auszufragen und vorhandenes Bargeld zu erbeuten. Dabei gaukeln die Täter den Opfern vor, dass ihr Geld weder auf der Bank, noch im Privathaushalt vor der kriminellen Bande sicher wäre und die Polizei das Geld bei sich sicherstellen könne.

In den aktuellen Fällen ließen sich die Angerufenen auf kein Gespräch ein und handelten genau richtig! Als sie die Masche erkannten legten sie einfach auf und erstatteten Strafanzeige bei der örtlich ansässigen Polizei.

Die Polizei rät sich niemals auf solche oder ähnliche dubiosen Geldforderungen, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer einzulassen. Die Polizei fordert Bürger auf niemals am Telefon ihre finanzielle Situation zu schildern oder ihre Geldverstecke zu verraten.

Im Zweifelsfall beenden Sie das Telefonat! …und rufen sie anschließend ihre örtliche Polizeidienststelle unter der öffentlich bekannten oder im Telefonbuch eingetragen Telefonnummer an.

Hier noch ein paar Verhaltensweisen im Überblick:

·       Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen! Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!

·       Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen! Vereinbaren Sie einen späteren Gesprächstermin, damit Sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können.

·       Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich bitte an die Telekom.

·       Rufen Sie die Polizei zurück. Verwenden Sie dazu aber unbedingt die öffentlich bekannte Telefonnummer – ABER NICHT die Nummer, die Ihnen die Anrufer möglicherweise gegeben haben bzw. die Telefonnummer, die Ihnen auf dem Telefondisplay angezeigt wurde!

·       Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Telefonnummer des Anrufers!

·       Bevor Sie jemanden ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle!

·       Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind AUCH NICHT DER „vermeintlichen“ POLIZEI!

·       Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei.

 

Sie erreichen sie unter der Nummer 110!

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