Brandenburg ist Wasserstoffland

Steinbach: Vom Bund bekanntgegebene Wasserstoffprojekte sind erster wichtiger Schritt hin zu deutschland- und europaweiter Wasserstoffinfrastruktur

Potsdam, 30. Mai 2021. Das Bundeswirtschaftsministerium hat am Freitag über die im ersten Verfahrensschritt erfolgreichen Bewerbungen für eine Förderung von Wasserstoffprojekten informiert. Dazu erklärt Brandenburgs Energieminister Jörg Steinbach: „Ich freue mich, dass unser Bundesland in diesem Prozess erfolgreich war und mehrere Projekte platzieren konnte.“ Das Ergebnis bestätige, dass Brandenburg hier auf einem guten Wege sei.

Es handelt sich um einen Förderaufruf des Bundes im Rahmen eines europäischen IPCEI-Verfahrens (Important Project of Common European Interest). Der Aufruf war mehr als zehnfach überzeichnet – ein Beleg für das außerordentlich hohe Interesse der Wirtschaft am Thema Wasserstoff.

Im Mittelpunkt der erfolgreichen Projekte in Brandenburg steht die Schaffung einer eigenen Wasserstoffinfrastruktur. „Nur mit einer gut ausgebauten Infrastruktur kann man die Wasserstoffmengen transportieren, auf die unsere Industrie so dringend wartet“, sagt Steinbach. „Ohne entsprechende Pipelines wird auch der Import, den Deutschland und die EU als zwingend ansehen, schwer realisierbar sein.“

Die Auswahl des Bundeswirtschaftsministeriums treffe mit der Schwerpunktsetzung auf diese Infrastruktur und auf konkrete Erzeugungs- und Verbrauchsprojekte entlang dieser Leitungen die richtigen Weichenstellungen, so Steinbach weiter. „Mit diesen Projekten können erste wichtige Schritte hin zu einer deutschland- und perspektivisch europaweiten Wasserstoffinfrastruktur getan werden“, sagt der Minister. Allerdings müssten weitere Investitionen folgen, damit das Wasserstoffnetz der Zukunft die notwendige Struktur erhalte, um die Dekarbonisierung von Mobilität, Wärme und Industrie zu ermöglichen. „Nur so können die Klimaziele erreicht werden“ mahnt der Minister. Er begrüßt die Ankündigung des Bundes, für den Aufbau der Infrastruktur weitere Förderinstrumente zu schaffen.

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