Brandenburg rettet Lebensmittel – Auftakt zu deutschlandweiter Aktionswoche

Es geht um mehr Wertschätzung für das, was auf den Teller kommt: vom 22. bis 29. September findet erstmals die bundesweite Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ statt. Das Land Brandenburg beteiligt sich daran und würdigt Projekte und Aktionen, die mit gutem Beispiel vorangehen. „Die Vereinten Nationen haben das Ziel gesetzt, bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf zu halbieren. Das ist eine wichtige, aber auch große Aufgabe, der wir uns verpflichtet fühlen. Gern unterstützen wir darum die Aktionswoche gegen Lebensmittelverschwendung“, so Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher.

Jahr für Jahr landen nach Auskunft des Thünen-Instituts deutschlandweit knapp zwölf Millionen Tonnen an Lebensmitteln im Müll. Über die Hälfte davon stammt aus privaten Haushalten. Statistisch entspricht das rund 75 Kilo weggeworfener Lebensmittel pro Kopf im Jahr. „Diese Zahl ist erschreckend, sie zeigt aber auch, jede und jeder kann dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden: durch bewusstes Einkaufen, richtige Lagerung oder sinnvolle Verwertung. Besonders am Herzen liegt mir das Thema Bildung, denn Wertschätzung für Lebensmittel beginnt bei den ganz Kleinen. Ich freue mich, dass wir in der Aktionswoche tolle Projekte vorstellen können, die zeigen, mit wie viel Fantasie und auch Spaß Brandenburg bereits Lebensmittel rettet“, so Ministerin Nonnemacher.

Unter anderem stellen wir folgende Projekte vor und laden die Presse zur Teilnahme ein:

Montag, 21. 9., 8:30 Uhr:

Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher besucht in der Potsdamer Kita Königskinder eine Ackerstunde, ein Projekt der GemüseAckerdemia, die durch spielerisches und praktisches Erleben die Wertschätzung für Lebensmittel und das Interesse für biologische Vielfalt steigern möchte.

Donnerstag, 24. 9., 11 Uhr:

Verbraucherschutzstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer besucht die SoLaWi BAUERei (Solidarische Landwirtschaft) in Potsdam Grube, wo sich Landwirte und Verbraucher in einer Genossenschaft zusammengeschlossen haben. An diesem Tag werden die SoLaWi-Kisten gepackt.

Freitag, 25. 9., 9 Uhr:

Verbraucherschutzstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer besucht die Duncker Oberschule in Rathenow, Gewinnerin des Bundespreises „Zu gut für die Tonne“ 2020. An diesem Tag werden Obst und Gemüse aus der Umgebung eingesammelt und gemeinsam verarbeitet.

„Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Lebensmittelverschwendung in unserer Wohlstandsgesellschaft zu reduzieren. Es darf nicht sein, dass wertvolles Essen in der Tonne landet, weil es nicht gut genug aussieht, falsch eingekauft wurde oder die Mindesthaltbarkeit abläuft. Gerade das Agrarland Brandenburg, wo praktisch überall und für alle sichtbar Lebensmittel produziert werden, kann hier mit gutem Beispiel voran gehen“, so Verbraucherschutzstaatssekretärin Heyer-Stuffer.

Das Bundeskabinett hat im Februar 2019 die „Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“ beschlossen und damit auf Bundesebene die Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels der Vereinten Nationen übernommen, um mit den Ländern gemeinsam ein gesellschaftliches Umdenken zu erreichen.

In Brandenburg wurde mit Akteuren aus Wirtschaft, Verbänden, NGOs, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung das Forum „LebensmittelWERTschätzung Brandenburg“ gegründet, um gemeinsam die Ursachen und Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung zu erarbeiten.

Im Januar dieses Jahres wurde in Brandenburg ein Ernährungsrat gegründet, ein Bündnis von Bürgerinnen und Bürgern, die sich aktiv für eine zukunftsfähige Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik einsetzen und konkrete Veränderungen anstoßen wollen und sollen. Dazu gehört auch das Thema Wertschätzung für Lebensmittel.

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