Brandenburger Bürger erkennen Enkeltrick

Brandenburg an der Havel, Hohenstücken/Görden – 

Mittwoch, 07. Oktober 2020, 17:20 Uhr – 

Mindestens zweimal versuchten Betrüger an Geld, Schmuck und Wertsachen von Brandenburger Bürgern zu gelangen. Unter dem Vorwand, mindestens 20.000 Euro für einen Immobilienkauf zu benötigen, gab sich die Anruferin als Tochter, bzw. Enkeltochter der Angerufenen aus und lenkte das Gespräch auch dahin, die Leute nach ihren Schmuck und Wertgegenstände hin auszufragen. In beiden Fällen erkannten die Angerufenen jedoch den beabsichtigten Betrugsversuch, beendeten das Gespräch und informierten die Polizei. Leider ist das nicht immer so.

Die Polizei rät dazu: Bleiben sie aufmerksam und lassen Sie sich auf keinen Fall am Telefon unter Druck setzten. Hinterfragen Sie sich, kann das am Telefon geschilderte überhaupt stimmen? Seien Sie im Zweifelsfall Unhöflich und beenden Sie das Telefonat, indem Sie einfach auflegen!

Nutzen Sie die Präventions- und Beratungsangebote der Polizei Brandenburg zu diesem und anderen Themen.

Lassen Sie sich niemals auf solche oder ähnliche dubiosen Geldforderungen, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer ein. Betroffene, die einen solchen Anruf erhalten, sollten niemals den Namen ihres Verwandten mitteilen. Häufig erfragen die Betrüger ihre Opfer am Telefon:

„ja, erkennst du mich nicht“? Die Geschädigten nennen dann häufig den Namen eines Verwandten, damit geben sie den Betrügern eine Vorlage. Im Zweifelsfall informieren immer die Polizei!

Weiterhin sollten auch die Mitarbeiter von Bank- und Kreditinstituten sensibilisiert sein, sich zu erkundigen, wenn ältere Bürger eine ungewöhnlich hohe Summe von ihrem Konto abheben wollen.

Auch jüngere Bürger sollen das Phänomen kennen und so auch etwas dazu sagen können, wenn Verwandte bei ihnen nachfragen und sich einen Rat holen wollen. Es kam in der Vergangenheit vor, dass Senioren aus Scham nicht bei der Polizei anriefen, sondern Rat in der Familie suchten.

Hier noch ein paar Verhaltensweisen im Überblick:

  • lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis
  • lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können.
  • rufen Sie die Polizei zurück. Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – ABER AUF GAR KEINEN FALL die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde!
  • notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers
  • bevor Sie jemanden ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle
  • übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind AUCH NICHT DER POLIZEI!
  • Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei.

Sie erreichen sie unter der Nummer 110

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