Brücken verbinden! Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki fürFußgänger und Radfahrer eröffnet – Woidke würdigt Umsetzung einer grenzüberschreitenden Vision

Neuer deutsch-polnischer Brückenschlag: Die Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki im Oderbruch ist nach mehrjährigem Umbau fertiggestellt. Aus der über Jahrzehnte gesperrten einstigen Eisenbahnbrücke über die Oder ist ein deutsch-polnischer Überweg für Fußgänger und Radfahrer und ein bedeutendes Tourismusprojekt geworden. „Damit ist eine nachbarschaftliche Vision Realität geworden“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke. Gemeinsam mit dem Marschall der polnischen Partnerwoiwodschaft Zachodniopomorskie (Westpommern), Olgierd Geblewicz, gab er die heute die Brücke frei. Die aus EU-Mitteln geförderten Gesamtkosten beliefen sich auf rund 8,5 Millionen Euro.

Woidke unterstrich: „Ein starker gemeinsamer Wille kann nicht nur Berge versetzen, sondern auch Brücken bauen. Die Europabrücke ist dafür der Beweis. Sie verbindet   wieder Brandenburg und Westpommern und damit die Menschen in unserer Grenzregion. Engagierte Partner beidseits der Oder haben mit Kraft, Gemeinsinn und großem Durchhaltevermögen alle Herausforderungen bewältigt, um über Fluss und Grenze hinweg eine deutsch-polnische Brücke zu schlagen. Für diesen großartigen Einsatz danke ich allen Beteiligten auf polnischer und deutscher Seite.“

Geblewicz fügte hinzu: „Die Brücke Siekierki-Neurüdnitz gehört zu den schönsten Grenzübergängen für den Wander- und Radtourismus an der Oder. In Siekierki beginnt die beliebte Route durch unsere Seenlandschaft und auf beiden Seiten der Grenze verlaufen Radwege. Dies sind ideale Bedingungen für kürzere und längere Ausflüge. Die natürliche Schönheit und das touristische Potenzial dieses Ortes sind immens. Ich freue mich, dass die Brücke in diesem Sommer nun sowohl auf der polnischen als auch auf der deutschen Seite fertiggestellt wurde.“

Brandenburgs Europaministerin Katrin Lange sagte: „Es ist immer eine Freude, gemeinsam mit unseren polnischen Partnern ein gutes Projekt zum erfolgreichen Abschluss zu bringen. Und das ist hier der Fall. Umso mehr, wenn sich dieses Projekt im vorzüglichen Exzellenzlandkreis Märkisch-Oderland befindet. Die Fertigstellung der Brücke ist in diesen Kriegs- und Krisenzeiten auch ein Signal der Hoffnung: Die Zukunft Europas liegt in der friedlichen Zusammenarbeit. Es ist ganz großartig, dass Polen und Deutschland dabei Maßstäbe setzen. Ein guter Tag für die Menschen beiderseits der Oder.“

Der Umbau der Brücke war eines der wichtigsten Vorhaben im EU- Interreg-Fördergebiet Mecklenburg-Brandenburg-Polen. Projektpartner waren das Marschallamt Westpommern und das Amt Barnim-Oderbruch. Die Europabrücke ist 860 Meter lang. Je 330 Meter führen auf deutscher und polnischer Seite über die Oder sowie 200 Meter über eine Insel in dem Grenzfluss. Der polnische Teil der Brücke war bereits im vergangenen Jahr fertiggestellt worden. Auf deutscher Seite gab es unter anderem wegen eines dort nistenden streng geschützten Uhu-Paars Verzögerungen.

%d Bloggern gefällt das: