Bürger-Budgets auf der Zielgeraden

Ideen für den Norden können bis 1. August eingereicht werden / Abstimmung in Babelsberg, Zentrum Ost und Klein-Glienicke läuft

Potsdams Bürger-Budgets 2021 befinden sich auf der Zielgeraden. Viele Menschen haben bereits mitgemacht, Ideen eingereicht oder über die vorgestellten Projekte abgestimmt. Bürgermeister Burkhard Exner ruft weiterhin alle zum Mitmachen auf. „Bei unseren neuen Bürger-Budgets geht es um kreative Projekte in den Kiezen. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können ihre Vorschläge einbringen. Bei der Auswahl der wichtigsten Ideen erhalten die Potsdamerinnen und Potsdamer direkte Entscheidungsmöglichkeiten. Mitwirkung und ihr Nutzen wird somit für alle sichtbar. Ich lade nochmals alle herzlich dazu ein, sich aktiv zu beteiligen.“

Potsdams Bürger-Budgets werden in Kooperation mit Partnern aus den Stadt- und Ortsteilen realisiert. Deshalb unterscheiden sich die Abläufe und Ansprechpersonen. Interessierte finden alle Infos übersichtlich aufbereitet online unter www.Potsdam.de/Buerger-Budget.

Wer Kiez-Projekte in den Ortsteilen Bornim, Bornstedt, Nedlitz, Eiche, Grube und Golm umsetzen möchte, kann diese noch bis zum 1. August 2021 abgeben. Die Ideensammlung für Projekte am Schlaatz, dem Stern, in Drewitz und im Kirchsteigfeld endete bereits am 30. Juni. Im August tagen dort mehrere öffentliche Bürger-Jurys. Diese ermitteln anhand vorher festgelegter Kriterien die besten Vorschläge und Vorhaben. In Babelsberg, Zentrum Ost und Klein-Glienicke läuft die öffentliche Abstimmung über die wichtigsten Ideen noch bis zum 8. August. An der Umfrage haben sich bereits mehr als 1400 Menschen beteiligt und für ihre Favoriten gestimmt. Die Teilnahme ist pro Person einmalig per Post oder im Internet möglich.

Bei den Bürger-Budgets in Marquardt, Potsdam West, der Brandenburger Vorstadt und Wildpark sind die wichtigsten Projekte bereits ermittelt. Hier stehen konkrete Wünsche zur Aufstellung von neuen Spiel- und Sportgeräten, Baumpflanzungen oder auch Theater- und Jugendprojekte an oberster Stelle.

Burkhard Exner: „Unsere Kooperationspartner haben tolle Arbeit geleistet und die Menschen zum aktiven Mitmachen bewegt. Ich bin gespannt, welche Anliegen am Ende realisiert werden. Ich freue mich darauf, dass viele Vorschläge nun zeitnah in Eigenregie oder auch in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt umgesetzt werden. Mitreden in Potsdam soll Freude bereiten und praktische Ergebnisse liefern. Die Bürger-Budgets sind dafür ein hervorragendes Beispiel.“

Hintergrund

Mit Hilfe der Bürger-Budgets der Landeshauptstadt Potsdam werden auf Vorschlag der Potsdamerinnen und Potsdamer konkrete Maßnahmen direkt in den Kiezen finanziert. Gefragt sind kulturelle, sportliche und soziale Projekte sowie Ideen zur Gestaltung der Stadt- oder Ortsteile. Pro Vorschlag können bis zu 5 000 Euro beantragt werden. Nach einer Auswahl der wichtigsten Bürgerideen, entweder per Bürger-Jury oder öffentlicher Abstimmung, werden diese vor Ort umgesetzt. Insgesamt stellt die Landeshauptstadt Potsdam dazu 120 000 Euro zur Verfügung. Das sind bis zu 20 000 Euro pro beteiligtem Stadt- oder Ortsteil.

Kommunale Bürger-Budgets unterstützen Interessierte dabei, nachhaltig Verantwortung für ihr direktes Lebensumfeld zu übernehmen. Insgesamt wird Beteiligung durch die direkte Entscheidungsmöglichkeit der Bürgerinnen und Bürger gestärkt und die Identifikation mit der Stadt erhöht.

Mit der Ansprache junger Menschen wird zudem Begeisterung für basisdemokratische Prozesse erzielt. So erfolgte am Stern, in Kooperation mit dem Projekt „JUBU – Jugendbeteiligung bei Bürger-Budget“ des Vereins mitMachen, die aktive Einbeziehung von Potsdamer Schülerinnen und Schülern. Bürger-Budgets gibt es aber nicht nur in Potsdam. Eine neue Studie des Projekts „JUBU“ stellt 36 Beispiele aus ganz Brandenburg vor. Sie bietet konkrete Infos für alle, die mehr über dieses spannende Format der Mitsprache wissen möchten: www.Jugend-Budget.de

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