Bürger-Ideen für die Entwicklung der Stadt bis 2035 gefragt

Bürger-Ideen für die Entwicklung der Stadt bis 2035 gefragt

Online-Beteiligung zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept noch bis Sonntag möglich

Noch bis Sonntag, 27. September, sind alle Potsdamerinnen und Potsdamer gefragt, sich bei der Online-Beteiligung zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept zu beteiligen. Dabei geht es um wichtige Fragen, die alle Einwohnerinnen und Einwohner betreffen: Wie soll sich Potsdam bis zum Jahr 2035 entwickeln? Welche nachhaltigen Strategien soll es geben und wie gehen wir gemeinsam mit den Herausforderungen um? Mit eigenen Ideen und Fragen soll auf www.mitmachen-potsdam2035.de die Entwicklung der Landeshauptstadt aktiv mitgestaltet werden. Daneben können auf dieser Seite alle Interessierten die Ergebnisse der bisher stattgefundenen Live-Werkstätten nachvollziehen. Die Beteiligung begann am 14. September und endet diesen Sonntag. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.

Die digitalen Planungswerkstätten zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) fanden am 1. September zum Raum „Potsdam West – Templiner Vorstadt“ und am 4. September zum Raum „Beiderseits der Nuthe“ statt. Um über die Live-Werkstätten hinaus noch weiteren Interessierten die Möglichkeit der Beteiligung zu geben, schließt sich an die erste jetzt die zweite Phase der Online-Beteiligung an.

Außergewöhnliche Situationen wie die Coronakrise erfordern auch für die Bürgerbeteiligung Umdenken, Experimentieren und Mut, neue Methoden auszuprobieren. Dies gilt auch für den Beteiligungsprozess zum INSEK der Landeshauptstadt Potsdam: Im März 2020 sollten Veranstaltungen zu den vier INSEK-Vertiefungsbereichen der Stadt Potsdam für alle Interessierten stattfinden. In den Räumen „Golm – Eiche – Bornim – Bornstedt“ und „Marquardt – Fahrland – Krampnitz“ konnten die Planungswerkstätten am 5. und 6. März dieses Jahres noch durchgeführt werden. Die für den 17. und 18. März 2020 angesetzten Planungswerkstätten für die Räume „Potsdam West – Templiner Vorstadt“ und „Beiderseits der Nuthe“ mussten abgesagt werden. Um eine Beteiligung in den Räumen unter den aktuellen Bedingungen und Einschränkungen dennoch zu ermöglichen und die interaktive Methodik beizubehalten, wurden die Vor-Ort-Veranstaltungen in ein zweistufiges digitales Format übertragen.

Die 1. Stufe der Beteiligung in Form von Live-Werkstätten fand in der ersten Septemberwoche statt. Über eine Videokonferenz trafen sich alle Teilnehmenden in einem virtuellen Raum. In Arbeitsgruppen zu den Themen Quartier, Mobilität und Freiraum konnten die Teilnehmenden anhand einer digitalen Karte miteinander und mit Experten der Verwaltung über Entwicklungen und Ideen vor Ort ins Gespräch kommen. Mit Kommentaren und Symbolen (Buttons) war es allen Teilnehmenden möglich, die Vorschläge in der Karte zu verorten und zu dokumentieren. Mit diesem Format wurden die Vor-Ort-Veranstaltungen bestmöglich in den digitalen Raum übertragen.

Unter der Beteiligung von circa 30 Bürgerinnen und Bürgern im Alter von 27 bis 73 Jahren wurde am 1. September 2020 die erste Live-Werkstatt für den Raum „Potsdam West – Templiner Vorstadt“ durchgeführt. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, mehr als 200 Kommentare zu Ideen und Meinungen zu verfassen sowie sich innerhalb der Gruppen darüber auszutauschen. In den Diskussionen ging es im Themenfeld der Mobilität um die Stärkung klimagerechter Mobilitätsformen und die Infrastruktur dafür, das Errichten von Leihstationen für (Lasten-)Fahrräder sowie die Verringerung des motorisierten Individualverkehrs. In der Gruppe zum Freiraum diskutierten die Teilnehmenden unter anderem kontrovers über die Errichtung neuer kleiner Badestellen oder die Errichtung eines großen Strandbades in Verbindung mit Naturschutz. Einigkeit bestand in dem Ziel, Räume und Flächen für die Erholung zu erhalten und zu ertüchtigen. Über die Aufenthaltsqualität der Zentren, Energiekonzepte für die Quartiere, Solaranlagen, Gründächer sowie Urban Gardening wurde in der Themengruppen Quartier diskutiert.

Die Live-Werkstatt im Raum „Beiderseits der Nuthe“ fand am 4. September 2020 statt. In den Arbeitsgruppen wurde über die Entwicklung und Integration des Sportforums, Vernetzung und Pendlerbewegungen zwischen den Stadtteilen westlich und östlich der Nuthe sowie die Funktion der Nuthe im Sinne der Naherholung in Verbindung mit Naturschutz gesprochen.

Die Erfahrungen mit dem Format werden ausgewertet und sollen auch im Beteiligungsrat diskutiert werden.

Weitere Informationen zum INSEK und dem Prozess sowie die Dokumentationen der Planungswerkstätten im März 2020 sind unter www.potsdam.de/INSEK zu finden.

%d Bloggern gefällt das: