Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gemeinsam gegen Antisemitismus

In den Medien konnte ich vor einer Woche lesen, dass deutschlandweit nach den Daten des Bundesverbands der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) im vergangenen Jahr 1.909 antisemitische Vorfälle erfasst worden sind, während es vor einem Jahr nur 1.252. Das sind eindeutig 1.909 Vorfälle zu viel. Ich habe als Bürgermeister der Gemeinde Brieselang heute öffentlich auf dem Marktplatz die beiliegende Erklärung des AJC verlesen und unterschrieben, um aktiv etwas gegen diese Hasswelle zu tun. Anlass war die Hissung der Regenbogenfahne, die zu einer öffentlichen Veranstaltung führte. Aktuell dürfte ich als Mitglied der BVB Freien Wähler der erste Bürgermeister des Havellandes sein. Ich hoffe, dass sich viele andere Bürgermeister/innen und Amtsdirektoren anschließen werden. Es gibt Missstände, die wir nur erfolgreich bekämpfen können, wenn wir zusammenstehen. (https://ajcgermany.org/de/kommentar/neuauflage-der-initiative-buergermeisterinnen-und-buergermeister-gemeinsam-gegen)

Wir sind eine kleine Gemeinde, möchten hier aber Vorreiter sein. Vor einem Jahr mussten wir in Brieselang feststellen, dass wir eine Reichsbürgerin beschäftigten. Dies wurde medial auch über Brandenburg hinaus berichtet. Im Rahmen meiner Möglichkeiten habe ich gehandelt, obwohl mir örtliche Fraktionen Knüppel in die Beine geworfen haben. Inzwischen konnte die Stelle neu ausgeschrieben werden, leider bis heute ohne Erfolg. Das ist dann der Preis, den man als Bürgermeister für Charakterfestigkeit bezahlen muss.

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