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Bundespolizei für d’Wiesn gut gerüstet – Für eine sichere An- und Abreise

#München (ots)

Ab Samstag, 21. September, herrscht in München wieder gut zwei Wochen lang wieder Ausnahmezustand. Das gilt auch für die Bundespolizei, die zum 186. Oktoberfest wieder Unterstützung aus ganz Deutschland bekommt. Die Beamten werden ihren Dienst vorwiegend am Hauptbahnhof und auf der Hackerbrücke sowie der S-Bahn-Stammstrecke versehen. Motto: Den Wiesn-Besuchern die An- und Abreise zum Festgelände so sicher wie möglich gestalten!

Verpflegung organisieren, reservierte Hotelbetten bestätigen, Dienstpläne auf Stand bringen und Führungskräfte zuordnen. Mit diesen und weiteren Themen haben sich Bundespolizisten der Inspektion und Direktion München seit einigen Wochen im Hinblick auf die bevorstehende Wiesn beschäftigt. Inzwischen ist alles in trockenen Tüchern und es kann losgehen.

Bis zu 250 Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei werden zu Spitzenzeiten des Oktoberfestes gleichzeitig für die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung, insgesamt für die Sicherheit auf den Bahnanlagen in und um München im Einsatz sein.

So wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn die An- und Abreise zum größten Volksfest der Welt, welche erfahrungsgemäß in großem Maße in Zügen und S-Bahnen erfolgt, für Einheimische und Touristen, gemütliche Schlenderer und Partyvolk, maximal sicher. Denn die Bundespolizisten werden zu großen Teilen an den Wiesn-Bahnhöfen „Hauptbahnhof“ und „Hackerbrücke“ sowie in den S-Bahnen der Stammstrecke eingesetzt.

Neben den Münchner „Stammkräften“ kommen wieder Bundespolizistinnen und -polizisten aus ganz Deutschland zur Unterstützung. Viele von ihnen schnuppern nicht das erste Mal „Wiesn-Luft“ und kennen sich inzwischen sowohl örtlich, als auch mit der ein oder anderen Gepflogenheit der Wiesnbesucher gut aus. Darunter sind Verbandskräfte der Bundesbereitschaftspolizei, mobile Einsatzeinheiten und verschiedene Spezialkräfte, wie Diensthundeführer oder Ermittlungsbeamte. Polizeidirektor Jürgen Vanselow, Leiter der Bundespolizeiinspektion München, freut sich auf den gut vorbereiteten Einsatz. „Es ist einfach immer wieder eine schöne Zeit in München. Und wenn ich mit meinen Mitarbeitern dazu beitragen kann die Sicherheit des einzigartigen Phänomens „Wiesn“ zu verbessern, ist mir dies Jahr für Jahr ein großes Anliegen und auch eine Freude.“

Wie jedes Jahr prägen Erkenntnisse aus den Vorjahren und aktuelle Geschehnisse das Einsatzkonzept der Bundespolizei für die 16 Oktoberfest-Tage. Abstimmungen mit den Sicherheitspartnern, wie dem Polizeipräsidium München, insbesondere der PI 14 sowie der Deutschen Bahn und auch deren Deutsche Bahn Sicherheit machen es zu einem runden Ganzen. Vanselow dazu: „Gerade an den Schnittstellen der Sicherheitsbehörden erleichtert eine schnelle und reibungslose Zusammenarbeit, brenzlige Situationen früh zu erkennen und im Sinne aller Festbesucher und Reisenden möglichst geräuschlos zu beseitigen.“

Vanselow verweist darauf: „neben der Manpower gerade auch wieder auf technische Hilfsmittel zurückzugreifen. Insbesondere die Videoüberwachung in Bahnhöfen, Haltepunkten und S-Bahnen leistet uns bei der Aufklärung von Straftaten seit Jahren wichtige Dienste“. Nicht nur als Beweismittel z.B. bei Beleidigungen gegen Beamte, sondern viel mehr auch zur Abschreckung vor falschem Verhalten von Bürgern, dienen die Körperkameras, mit denen Beamte der Bundespolizei wieder ausgestattet sein werden.

Trotz der vielen Kameraüberwachung mischen sich gerade auch zur Wiesnzeit immer wieder Taschendiebe unter die Festbesucher und nutzen einerseits die Menschenmengen um unbemerkt tätig werden zu können. Anderseits kommt ihnen auch die Unachtsamkeit von Ange- oder Betrunkenen sowie Schlafenden zu Gute. „Selbst schützen kann man sich, indem Wertsachen verschlossen in verschiedenen Innentaschen und nah am Körper getragen werden – Handtaschen stets verschlossen bleiben – Geldbörsen und Handys nie aus der Hand gelegt werden“ so der Tipp von Münchens Inspektionsleiter Jürgen Vanselow.

Sicherer ist es, und angesichts der strengen Rucksack- und Taschenverbote auf dem Festgelände auch äußerst sinnvoll, alles was man auf der Wiesn nicht benötigt, entweder gleich zuhause zu lassen oder im Vorfeld in eines der Schließfächer an den Münchner Bahnhöfen einzusperren. Neben den Schließfächern am Hauptbahnhof, die an den Abenden und an den Wochenenden stark frequentiert sein werden, kann man auch die Kapazitäten am Ostbahnhof und im Bahnhof Pasing nutzen.

Der Inspektionsleiter appelliert dringend „Rucksäcke oder Taschen keinesfalls unbeaufsichtigt stehenzulassen! So kann die ein oder andere polizeiliche Sperrung, die lästige Zugausfälle und Wartezeiten verursacht, verhindert werden“.

Verhindern will die Bundespolizei auch unnötigen Personenstau oder Auseinandersetzungen auf der Hackerbrücke und an deren Bahnsteig. Da dieser erfahrungsgemäß zu Schwerpunktzeiten stark frequentiert sein wird rät Vanselow: „wer mit der nächsten S-Bahn nur ein oder zwei Stationen weiterfährt und an der Donnersbergerbrücke oder am Hirschgarten am Bahnsteig auf seine weiter ins Umland verkehrende S-Bahn wartet, der hilft mit, die Lage an der Hackerbrücke zu entschärfen und entkommt dem Gedränge“. Das Oktoberfestgelände kann auch sehr gut ohne den Stopp an der Hackerbrücke erreicht werden. Der Fußweg vom Hauptbahnhof aus ist bestens ausgeschildert und oftmals sogar die schnellere und stressfreiere Variante.

Fast schon auf der Anfahrt zur Hackerbrücke befindet sich der allseits beliebte „LauKw“ (Lautsprecherkraftwagen, im Volksmund oft auch als „blauweißer Partybus“ bezeichnet), dessen erfahrene „DJ’s“ neue und kultige Hits für die An- und Abreisenden spielen, um die gute Stimmung der Festbesucher zu unterstützen und erst gar keinen Ärger aufkommen zu lassen. Über Durchsagen wenden sich die Beamten an die Menschenmenge um beispielsweise Besucherströme sinnvoll zu lenken oder Warnhinweise zu geben.

Noch ein paar Tipps, wie der Abend auch nach Verlassen der Festwiese gut zu Ende geht:

   - Verboten ist es - wie jedes Jahr, Glasflaschen oder gar Maßkrüge
     in die S-Bahn mitzuführen! Aus Sicherheitsgründen ist ein 
     Bahnzutritt damit nicht möglich! Ausgenommen davon sind gekaufte
     und gut verpackte Krüge.
   - Alu-beschichtete Luftballons können, vor allem in den 
     Tunnelstationen der Stammstrecke, bei Berührungen mit der 
     Oberleitung den gesamten S-Bahnbetrieb zum Erliegen bringen. Die
     Mitnahme ist deswegen verboten! Im Schadensfall droht sogar eine
     Strafanzeige und - je nach Verhalten - ggfs. auch 
     Schadensersatz.
   - Auch in der S-Bahn oder im Zug gilt: "Nein heißt Nein!". Seit 
     der Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung (§ 
     184i StGB) im Jahre 2016 gelten, z.B. ein sexuelles Betatschen 
     am Körper, wie der Griff ins Dekolleté oder ans Gesäß als 
     Straftat und werden - auch ohne Anzeige der/s Geschädigten - von
     Amts wegen verfolgt.

Insgesamt wird es seitens der Bundespolizei natürlich auch während des Oktoberfestes zu Personenkontrollen von Reisenden in den Münchner Bahnhöfen kommen. Es wird jedoch stets auf das erforderliche Maß geachtet. Der Dienststellenleiter rät: „die zahlreichen eingesetzten Beamten als direkte Ansprechpartner bei Problemen oder verdächtigen Beobachtungen zu sehen.“

Neben den Festbesuchern werden sich an mehreren Tagen Fußballfans verschiedenster Vereine in Zügen und an Bahnhöfen aufhalten. 11 Spiele sind für den Oktoberfestzeitraum angesetzt, die zusätzlich die Aufmerksamkeit und Manpower der Bundespolizei fordern.

Die Münchner Bundespolizei ist auch während der Wiesn auf ihrem Twitter-Account: @bpol_by aktiv. Informiert wird über Polizeieinsätze im Bereich der Bahnanlagen sowie aktuelle, wichtige Infos für Reisende oder auch Autofahrer, wenn, wie so oft während der Wiesn, die Hackerbrücke für den Fahrzeugverkehr gesperrt wird.

Die Münchner Bundespolizei freut sich auf die Wiesn und wünscht allen Besuchern des 186. Oktoberfestes eine „schöne und sichere 2019er Wiesn“.

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