Bundespolizei greift untergetauchte Mutter nach Kindswohlgefährdung auf

#Karlsruhe (ots)

In der Nacht auf Freitag wurde eine Frau mit zwei kleinen Kindern in einem Regionalexpress kontrolliert. Da sie keine gültigen Fahrkarten vorweisen konnte, wurde die Bundespolizei am Karlsruher Hauptbahnhof hinzugerufen.

Die Beamten brachten die Familie zunächst auf die Dienststelle. Eine Überprüfung der 24-jährigen Mutter ergab, dass diese seit einigen Monaten keinen gültigen Aufenthaltstitel mehr besaß. Weiterhin wurden sie und ihre Kinder vermisst, was eine Fahndungsausschreibung verriet. Die Beamten überprüften die Vermisstenfahndung eingehender. Dabei stellte sich heraus, dass die Mutter vor einigen Monaten untertauchte, um die amtliche Entziehung der Kinder zu verhindern. Durch ein Amtsgericht wurde beschlossen, dass die 24-Jährige nicht in der Lage sei, die Betreuung und Versorgung ihrer Kinder zu gewährleisten. Das Sorgerecht wurde daher an das Jugendamt Ansbach übertragen.

Noch am Morgen wurden die Kinder im Alter von sechs Monaten und zwei Jahren vom Jugendamt Karlsruhe bei der Bundespolizei abgeholt. Alle weiteren Maßnahmen zum Wohl der Kinder werden von dort veranlasst.

Die 24-jährige nigerianische Mutter äußerte ein Schutzersuchen. Sie wurde von Beamten der Bundespolizei an die zuständige Ausländerbehörde überstellt.

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