Bundesweiter Vorlesetag: Lesen öffnet Türen

Am Freitag, 18. November, ist bundesweiter Vorlesetag – Anlass für viele Schulen und Kitas, bekannte Persönlichkeiten zum Vorlesen einzuladen. Das Echo ist positiv, denn Lesen macht schlau, regt die Phantasie an, entspannt und macht Spaß. Allerdings nicht allen: Rund 6,2 Millionen Erwachsenen in Deutschland fällt das Lesen und Schreiben so schwer, dass sie auf die Lektüre von Büchern, Zeitschriften oder Zeitungen verzichten und nur mit Mühe etwas aufschreiben können. Darauf macht das Grundbildungszentrum der Volkshochschule Potsdam aufmerksam und wirbt für kostenlose Kurse in der VHS und Lerncafés in der Innenstadt und am Schlaatz, in denen Menschen angstfrei und in ihrem eigenen Tempo lesen und schreiben lernen können.

„Menschen, die einzelne Wörter und einfache Sätze lesen und schreiben können, aber nur mit Mühe längere Texte lesen und verstehen, bezeichnen wir als funktionale Analphabeten“, sagt Anke Meißner, Leiterin des Grundbildungszentrums Potsdam (GBZ). „Das trifft auf jeden achten deutschsprachigen Erwachsenen zu.“ Die Gründe dafür sind vielfältig, die Auswirkungen im Alltag nicht zu unterschätzen. „Einen Fahrplan zu lesen, etwas im Restaurant zu bestellen oder eine E-Mail zu verfassen werden zu großen Hürden im Alltag. Wir wollen allen Menschen Mut machen, Grundbildungsangebote anzunehmen“, so die GBZ-Leiterin. „Es ist nie zu spät, das Lesen und Schreiben zu lernen.“

Wer mehr über das Thema wissen möchte, Grundbildungsangebote nutzen oder weiterempfehlen möchte, kann sich auf https://vhs.potsdam.de/programm/grundbildung/  informieren. Das Grundbildungszentrum wird durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

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