Bundesweiter Warntag offenbart Schwachstellen

Bundesweiter Warntag offenbart Schwachstellen

Uwe Schüler: „Aus Schwierigkeiten lernen wir.“

Am Donnerstag fand der erste bundesweite Warntag statt. Dabei wurde parallel durch Sirenen, in Rundfunk und Fernsehen und per Warn-Apps um 11:00 Uhr Alarm ausgelöst und um 11:20 Uhr Entwarnung gegeben. Staatssekretär Uwe Schüler sprach in einer ersten Auswertung des Warntages von einem insgesamt erfolgreichen Verlauf, der jedoch gezeigt habe, wo Verbesserungen notwendig seien. „Die bundesweite Probewarnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) konnte nur verspätet zugestellt werden. Grund dafür war die nicht vorgesehene zeitgleiche Auslösung einer Vielzahl regionaler Warnmeldungen über MoWaS, wegen derer die zentrale, bundesweite Auslösung durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unterbrochen wurde. Aber aus solchen Schwierigkeiten lernen wir. Deswegen ist es gut, dass der Warntag ab jetzt jedes Jahr stattfindet.“

Mit dem ersten bundesweiten Warntag sollte das Thema Bevölkerungswarnung den Menschen nähergebracht werden. Zugleich diente der Warntag der Erprobung der vorhandenen technischen Warnsysteme und der vorhandenen Schnittstellen. Er lieferte wichtige Erkenntnisse für den Ausbau des MoWaS und die notwendige weitere Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen in Bund und Ländern. „In Brandenburg wurde das MoWaS und auch die WarnApps NINA und KATWARN sowie eine Vielzahl der aktuell vorhandenen 2.250 Sirenen ausgelöst. Aus technischen Gründen konnten jedoch nicht in allen Städten und Gemeinden Sirenen aktiviert werden. Ein flächendeckendes Sirenennetz, wie es noch vor 30 Jahren existierte, ist heute nicht mehr vorhanden. Um perspektivisch alle Bürger mit Sirenensignalen vor möglichen Gefahren warnen zu können, werden wir Möglichkeiten prüfen, das vorhandene Sirenennetz weiter auszubauen.“

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