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City-Offensive: Sieger stehen fest

Innenstadtwettbewerb 2020 beendet/ Initiatoren der City-Offensive ermöglichen diesmal wegen Corona größere Flexibilität in der Umsetzung

Potsdam, 2. April 2020 – Die acht Preisträger der IHK-City-Offensive Westbrandenburg stehen fest. Sie erhalten in diesem Jahr ihre Preisgelder ohne zusätzliche Nachweise. Darauf haben sich die für den Wettbewerb zusammengeschlossenen Partner verständigt.

„Üblicherweise achten wir sehr genau auf die Umsetzung des eingereichten Beitrags.“ Das sagt Peter Heydenbluth, Präsident der Industrie- und Handelskammer Potsdam. „Derzeit ist jedoch keine Planungssicherheit für die Innenstadtinitiativen gegeben. Nicht bei allen Veranstaltungen, Projekte und Kampagnen ist es sinnvoll, sie dieses Jahr eins zu eins durchzuführen. Deshalb können die eingereichten Ideen und Konzepte zeitlich und inhaltlich weiterentwickelt werden, um das Preisgeld zu erhalten.“

„Es haben sich herausragende Projekte und Initiativen um den Preis beworben. Den Siegern gratuliere ich ganz herzlich. In diesen Zeiten muss man flexibel agieren. Die vielen guten Ideen des Wettbewerbs dürfen nicht verpuffen. Daher ermöglichen wir den Stadtmarketing-Akteuren, die aktuelle Situation in ihren Projekten zu berücksichtigen“, sagt Guido Beermann, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. „Momentan werden viele Veranstaltungen abgesagt. Stattdessen gibt es eine Vielzahl von neuen Ideen für die Stärkung von Handel und Gastronomie in den Innenstädten. Diese können im Sinne des Wettbewerbs gern in die vorhandenen Konzepte integriert werden. Das verstehen wir als schnelle und unkomplizierte Unterstützung der Innenstädte.“

Ursprünglich war die Preisverleihung der City-Offensive als Höhepunkt der Konferenz „Stadtmarketingforum Westbrandenburg“ geplant. Aufgrund der Absage wurden die Preisträger nun direkt informiert. Die ersten Preise in den drei Kategorien gingen nach Jüterbog, Pritzwalk sowie zum zweiten Mal in Folge nach Neuruppin. Insgesamt 16 Beiträge gingen in diesem Jahr in den beiden Kategorien „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ und „Events“ beim Wettbewerbsbüro ein. Weitere drei Initiativen bewarben sich um den Sonderpreis „Citymanagement“.

Die Preisträger der City-Offensive Westbrandenburg 2020 sind:

Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“

  1. Platz: AG Innenstadt und Stadt Jüterbog: „Schaufensterwelten Jüterbog“
  2. Platz: Cityinitiative Perleberg e.V.: „Projekt zur Gewinnung und Förderung von Interessenten für eine nachhaltige Reduzierung des Leerstandes“
  3. Platz: Gewerbeverein Ludwigsfelde e.V.: „Imagekampagne ‚Ick koof in LU‘“

Kategorie „Events“:

  1. Platz: Wir die Innenstadt e.V. Neuruppin: „#NeuruppinFeiert“
  2. Platz: Wittenberger Interessenring e.V.: „Langer Frische Freitag“
  3. Platz: Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft (STG) Brandenburg an der Havel: „Töpfermarkt mit verkaufsoffenem Sonntag in der Innenstadt“

Sonderpreis Citymanagement:

  1. Platz: Interessengemeinschaft Pritzwalk e.V.
  2. Platz: Arbeitsgemeinschaft Zentrum und Stadt Falkensee

Das Preisgeld für die jeweils ersten Plätze beträgt 7.500 Euro. Zweite Plätze wurden mit je 5.000 Euro, dritte Plätze mit 3.000 Euro belohnt. Die Sonderpreise sind mit 10.000 bzw. mit 7000 Euro dotiert. Zudem vergab die Jury an sieben weitere Projekte je 1.000 Euro als Anerkennung. Ausgerichtet wird der mit insgesamt 55.000 Euro Preisgeld dotierte Wettbewerb von der IHK Potsdam. Partner der City-Offensive waren wie im Vorjahr die VR Banken Brandenburg, Prignitz, Fläming sowie die Berliner Volksbank, die Edeka Minden-Hannover Immobilien-Service GmbH, der Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.

Beschreibungen der Sieger-Konzepte

„Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“

In der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ ging der erste Platz in diesem Jahr an die AG Innenstadt und Stadt Jüterbog für das Projekt „Schaufensterwelten Jüterbog“. Toll dekorierte Schaufenster als Faktor für das Einkaufserlebnis werden hier besonders in den Fokus genommen. Das Projekt sieht vor, in mehreren Umsetzungsphasen die örtlichen Gewerbetreibenden hinsichtlich ihrer Schaufenstergestaltung zu qualifizieren und die Schaufenster leerstehender Gewerbeeinheiten zu dekorieren. Jurymitglied Doreen Jannek von der VR Bank Fläming erläutert die Juryentscheidung: „Das durchdachte Konzept mit aufeinander aufbauenden Projektphasen sowie die umfassende Einbeziehung der Händler und Dienstleister, Immobilieneigentümer sowie der Stadtverwaltung in die Umsetzung des Projektes haben die Jury überzeugt.“

Den zweiten Preis in der Kategorie „Projekte, Kampagnen und öffentlicher Raum“ gewann das Projekt „Projekt zur Gewinnung und Förderung von Interessenten für eine nachhaltige Reduzierung des Leerstandes“, das von der Cityinitiative Perleberg e.V. eingereicht wurde. Das Projekt hat das Ziel dem zunehmenden Gewerbeleerstand in Perleberg etwas entgegenzusetzen. Neben der Bildung eines Kompetenznetzwerkes ansässiger Gewerbetreibender können sich Interessenten für die temporäre Nutzung bisher leerstehender Läden in der Perleberger Innenstadt bewerben. „In Perleberg wird mit vergleichsweise einfachen Mitteln einem großen Problem begegnet. Der zunehmende Gewerbeleerstand beschäftigt derzeit viele Städte und Gemeinden. Wir sind gespannt, wie das Projekt von den Interessenten angenommen wird“ so Ronny Löwe, Volks- und Raiffeisenbank Prignitz eG, zur Entscheidung der Jury.

Der Gewerbeverein Ludwigsfelde e.V. erhielt den dritten Preis für die „Imagekampagne ‚Ick koof in LU‘“. „Mit der Kampagne ‚Ick koof in LU‘ zeigt der Ludwigsfelder Gewerbeverein in Kooperation mit der Stadt Ludwigsfelde, dass auch in Städten, die in großer Konkurrenz zu anderen Standorten stehen, eine gemeinsame Initiative viel bewirken kann“ erklärt Jurymitglied Dennis Krüger, EDEKA Minden-Hannover, die Entscheidung. „Wir wünschen allen Beteiligten weiterhin maximalen Erfolg bei der Belebung der neuen Innenstadt in Ludwigsfelde.“ Die Kampagne „Ick koof in LU“ vermarktet die Ludwigsfelder Einzelhändler und Dienstleister in knalligen Farben und mit humorvollen Sprüchen unter dem gemeinsamen Motto, um die Kaufkraft in der Stadt zu halten und der regionalen Konkurrenz etwas entgegen zu setzen. Neben Merchandise-Artikeln und einem Flyer sind eine Broschüre und Poket-Stadtplaner im einheitlichen Design geplant.

„Events“

Der Verein „Wir die Innenstadt e.V. Neuruppin“ wurde für das eingereichte Projekt „#NeuruppinFeiert“ mit dem ersten Platz in der Kategorie „Events“ belohnt.

Im Rahmen einer Messe in der Kulturkirche präsentierten sich bereits im Februar Neuruppiner Firmen und Händler mit Angeboten für Feiern und Festlichkeiten: Gastronomie, Handwerk, Modehäuser und Fotografen bildeten den Kern der Aussteller. Die Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird in die Organisation der Veranstaltung direkt eingebunden. „Das Projekt #NeuruppinFeiert ist einfach eine runde Veranstaltung mit dem Zweck die Kaufkraft in der Stadt zu halten.“ begründet Jurymitglied Wolfgang Kampmeier vom Handelsverband Berlin-Brandenburg die Entscheidung. „Die Messe und die Botschaft ‚Neuruppin bietet alles, was man für eine Feier braucht‘, hat uns als Jury einfach überzeugt“

Ausgezeichnet wurden darüber hinaus der Wittenberger Interessenring e.V. für das Konzept „Langer Frische Freitag“ (2. Platz in der Kategorie „Events“) sowie die Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft (STG) Brandenburg an der Havel für das Konzept „Töpfermarkt mit verkaufsoffenem Sonntag in der Innenstadt“ (3. Platz, „Kategorie Events“).

Der Töpfermarkt im historischen Paulikloster in Brandenburg an der Havel ist seit vielen Jahren ein Publikumsmagnet. Ein guter Grund für die Händler der Innenstadt die Ausstellungsgäste mit pfiffigen Aktionen rund um einen verkaufsoffenen Sonntag zu einem Besuch der Innenstadt zu animieren. „Die Verknüpfung der beiden Veranstaltungen hat zu einer erfolgreichen Belebung der Innenstadt von Brandenburg an der Havel geführt. Dies ist eine wichtige Aktion um gegen den Online-Handel zu bestehen. Der Umgang mit der Park- und Anreiseproblematik bei steigenden Besucherzahlen hat die Jury ebenfalls überzeugt“ erläutert Jurymitglied Dirk Wendorf von der Brandenburger Bank Volksbank-Raiffeisenbank die Entscheidung der Jury.

In Wittenberge trägt zur Belebung der Innenstadt auch der Wochenmarkt bei. Um diesen für neue Händler attraktiv zu machen und auch Berufstätigen das Einkaufen nach der Arbeit zu ermöglichen, wird der Markt Ende Juli statt sonst vormittags dann zwischen 14 und 22 Uhr stattfinden. Eine gute Möglichkeit für die Wittenberger Einzelhändler an diesem Tag ebenfalls lange zu öffnen. „Bei diesem Projekt wird aktiv eine Vernetzung zwischen dem Wochenmarkt und den stationären Händlern in Wittenberge hergestellt“ begründet Jurymitglied Hans-Joachim Stricker vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg die Juryentscheidung. „Besonders überzeugt hat uns als Jury zudem, dass beispielsweise mit dem Verzicht auf Plastiktüten zugunsten von Leinenbeuteln Nachhaltigkeit hier großgeschrieben wird.“

Sonderpreis Citymanagement

Die Interessengemeinschaft Pritzwalk e.V. kann sich über einen Gutschein über 10.000 Euro für die weiteren Schritte zum Aufbau eines Citymanagements freuen. Die bisherigen Bemühungen, die Stadt Pritzwalk als Standort für Unternehmen und als Wohnort bekannter und attraktiver zu machen, sollen intensiviert werden. Im Jahr 2020 haben sich die Interessengemeinschaft Pritzwalk in Kooperation mit dem Tourismusverein Pritzwalk und Umgebung e.V. sowie der Stadtverwaltung Pritzwalk daher den Aufbau eines Citymanagements vorgenommen. „Um Verantwortlichkeiten zu strukturieren und den Aufbau von Citymanagementstrukturen zu moderieren, ist professionelle Hilfe von außen sehr sinnvoll. Genau hierbei möchte die Jury Pritzwalk mit dem Preisgeld unterstützen“ begründet Jurymitglied Dr. Heike Liebmann, Geschäftsstelle des Städteforums Brandenburg, die Entscheidung.

In Falkensee bekommt die Arbeitsgemeinschaft Zentrum in Kooperation mit der Stadt Falkensee einen Gutschein über 7.000 Euro zum Aufbau des Citymanagements. Um den Wunsch nach einer lebendigen Zentrumsentwicklung in der schnell wachsenden Stadt Falkensee zu bekräftigen, haben sich verschiedene Initiativen in einer AG Zentrum zusammengeschlossen und gemeinsam Ideen und Maßnahmen entwickelt. Die Umsetzung wird zukünftig mit professioneller Unterstützung durch ein Zentrumsmanagement auf Grundlage eines Standortentwicklungskonzeptes unterstützt, das von der Stadt beauftragt wurde. „Eine Innenstadt kann nur gemeinsam attraktiver gestaltet und mit Leben gefüllt werden. Dies gemeinsam zu tun, hat der Zusammenschluss der AG Zentrum eindrücklich zum Ausdruck gebracht. Um die Zusammenarbeit der Akteure im Zentrumsmanagement weiter zu unterstützen, möchte die Jury Falkensee auszeichnen“ so Jurymitglied Andreas Weißhaupt von der Berliner Volksbank.

Die IHK Potsdam vertritt, berät und betreut rund 75.000 Mitgliedsunternehmen aus dem Westen Brandenburgs. Der Kammerbezirk umfasst die Landkreise Oberhavel, Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Havelland, Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming sowie die kreisfreien Städte Brandenburg an der Havel und Potsdam.

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