Co²-Ampeln für Potsdamer Schulen und Kitas

Hauptausschuss beschließt Beschaffung von 4.500 Kohlendioxid- Messgeräten

Die Landeshauptstadt Potsdam wird kurzfristig 4.500 Luftgütemonitore, sogenannte „CO2-Ampeln“, für alle kommunalen Potsdamer Schulen und Kitas anschaffen. Eine entsprechende Beschlussvorlage der Verwaltung ist im Hauptausschuss am 10. Februar durch die Stadtverordneten mit positivem Votum verabschiedet worden.  Stand heute, soll die Beschaffung bis Anfang März abgeschlossen sein.

Die Luftgütemonitore sollen die Schulen und Kitas bei der Einhaltung des notwendigen regelmäßigen Luftaustausches und beim effizienten Lüften zur Reduzierung des Infektionsrisikos durch virushaltige Aerosole unterstützen. Die Messgeräte messen den Kohlendioxid-Gehalt der Luft und zeigen an, wenn dieser über den empfohlenen Wert von 1.000 ppm steigt und somit ein erneutes Lüften empfohlen wird. Ähnlich einer Ampel erfolgt die Anzeige in den Farben grün, gelb und rot. Die Luftgütemonitore sollen an 46 kommunale Schulen und rund 160 Kindertagesstätten verteilt werden.

Die Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, Noosha Aubel, begrüßt die Entscheidung. „Mit Hilfe der CO2-Ampeln können wir auf effektive Weise sicherstellen, dass die Kita- und Schulräume regelmäßig entsprechend der Empfehlungen des RKI gelüftet werden. Durch diese ergänzende Maßnahme wird das Ansteckungsrisiko weiter reduziert.“

Neben Abstand, Hygieneregeln und dem Tragen von Masken ist das Thema Lüften maßgeblich bei der Reduzierung des Infektionsrisikos durch Aerosole in Innenräumen. Luftgütemonitore können dabei unterstützen.

Luftfilteranlagen hingegen sehen die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, das RKI und das Bundesumweltministerium nur als flankierend mögliche Maßnahme. Die Landeshauptstadt sieht daher eine Anschaffung von Luftfilteranlagen nicht nur vor dem Hintergrund der hohen Kosten kritisch.

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