Corona: Schicksale nicht im Blick – Brandenburgische IHKs zur heutigen Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten

„Die sich abzeichnenden Ergebnisse der heutigen Konferenz der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten zur Pandemie sind für die Brandenburger Wirtschaft unbefriedigend. In diesen für die Wirtschaft so komplizierten Zeiten hatten wir eine klare Perspektive für eine schrittweise Lockerung erwartet. Das nachlassende Infektionsgeschehen gibt dazu Spielraum.“ Das sagte Carsten Christ, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs des Landes Brandenburg.

„Die langfristigen Schäden für die Brandenburger Wirtschaft wachsen mit jedem Tag des Lockdowns. Ganze Branchen stehen vor dem wirtschaftlichen Aus. Persönliche Schicksale der Unternehmerinnen und Unternehmer und auch ihrer Belegschaft hat die Politik nicht ausreichend im Blick“, so Christ. „Tourismus und Gastgewerbe, die Kulturwirtschaft oder auch der innerstädtische Handel werden ihre erzwungenen Untätigkeit nicht unbeschadet überstehen“, so der Ostbrandenburger IHK-Präsident. Ein konkreter Stufenplan mit ausgearbeiteten Positiv- und Negativlisten – ausgehend vom aktuellen Infektionsgeschehen – müsse umgehend auf den Tisch. Dass die Unternehmen in der Corona-Pandemie ein besonderes Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen, hätten sie bereits mit der Umsetzung von Hygienekonzepten im Frühjahr bewiesen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft ist eine Kooperation der drei Industrie- und Handelskammern im Land Brandenburg. Sie vertritt die Interessen von etwa 160.000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung.

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