Corona und ASP: Woidke dankt Bundeswehr für Hilfe in Krisenzeiten – Unterstützung Brandenburgs zur Evakuierung aus Afghanistan

Seit eineinhalb Jahren kämpft Brandenburg gegen das Coronavirus und seit fast einem Jahr gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Wie zuvor schon in anderen Krisen- und Notsituationen konnte sich das Land auch in den vergangenen Monaten auf die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr verlassen. Ob Kontaktverfolgung, Testen und Impfen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie oder das Bauen von Zäunen gegen die Ausbreitung der ASP: Überall im Land waren Hunderte Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Ministerpräsident Dietmar Woidke würdigte die Leistungen heute beim traditionellen Brandenburg-Abend des Landeskommandos in der Havelland-Kaserne in Potsdam.

 

Woidke: „Die helfenden Hände der Bundeswehr sind in Notlagen für uns da. Ich danke allen 6.800 in Brandenburg stationierten Soldatinnen und Soldaten und den 2.200 Zivilbeschäftigten. Sie sind in der Gesellschaft Brandenburgs fest verankert und genießen bei unseren Bürgerinnen und Bürgern zurecht einen ausgezeichneten Ruf als Garanten für Sicherheit.“

Woidke weiter: „Allein im Kampf gegen die Corona-Pandemie waren in Brandenburg mehr als 500 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. All diesen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern in Uniform gilt mein Dank und meine Anerkennung. Ohne die tatkräftige Unterstützung der Bundeswehr hätten viele Gesundheitsämter die Arbeit nicht bewältigen können, ohne ihren Einsatz in Altenheimen oder Impfzentren hätten viele Menschen erst später gegen einen schweren Krankheitsverlauf geschützt werden können.

Aber selbstverständlich geht unser Blick auch über Brandenburg hinaus: Wir haben die schrecklichen Bilder der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit vielen Toten und Verletzten noch klar vor Augen. Ich bin der Bundeswehr dankbar, dass sie auch dort mit Menschen und Material hilft, sich um die Opfer kümmert und bei den Aufräumarbeiten zur Hand geht.“

Bundeswehr und Politik stünden in Brandenburg in einem engen Austausch. Dass die Landesregierung an der Seite der Bundeswehr stehe, zeige sich aktuell auch beim großen Investitionsvorhaben in Doberlug-Kirchhain. Die Staatskanzlei begleitet die Weiterentwicklung des Instandhaltungswerkes mit einer Task Force. Die Entscheidung zur Neuausrichtung des Werkes sei eine sehr gute Nachricht für die Lausitz und stärke den Bundeswehrstandort Brandenburg. Vor allem aber stärke das die Bundeswehr selbst, betonte Woidke. Denn bei all den Inlandseinsätzen infolge von Krisen wie Hochwassern oder Pandemie dürfe nicht der eigentliche Auftrag der Bundeswehr vergessen werden: die Gewährleistung der Landes- und Bündnisverteidigung.

In seiner Ansprache ging der Ministerpräsident auch auf die Situation in Afghanistan ein. Woidke: „Angesichts der erschreckenden Bilder aus Afghanistan ist es kaum möglich, zur Tagesordnung überzugehen. Jetzt geht es darum, jenen zu helfen, die uns dort über Jahre unterstützt haben. Brandenburg wird hier selbstverständlich seinen Beitrag leisten.“

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